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10 Fakten zum Ramadan - Bedeutung, Bräuche und Ausnahmen

Der Begriff "Ramadan" hat zwei Bedeutungen: Es handelt sich zum einen um den neunten Monat im Islamischen Kalender und der Ramadan ist als islamischer Fastenmonat bekannt. Dieser ganz besondere Monat gehört zu den fünf Säulen des Islam und ist - neben dem Bekenntnis, dem Gebet, den Almosen und der Pilgerreise - von großer Bedeutung für alle Muslime weltweit.

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Wann ist Ramadan?

Ein neuer Monat im Islamischen Kalender (dem Mondkalender) beginnt, wenn der Neumond das erste Mal sichtbar ist. Er endet, wenn der abnehmende Mond komplett verschwunden ist. Wegen der unterschiedlichen Kalender findet der Ramadan nach unserer Zeitrechnung jedes Jahr an einem anderen Datum statt und variiert sogar nach Monaten. Im Jahr 2015 findet der Ramadan vom 18. Juni bis zum 16. Juli statt. Je nach Jahr dauert der Fastenmonat 29 oder 30 Tage, je nach Stellung des Mondes.

Die wichtigsten Bräuche im Ramadan

Zentraler und wichtigster Brauch ist das Fasten. Gläubige Muslime dürfen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen und nichts trinken. Je nachdem, in welcher Jahreszeit der Ramadan stattfindet, sind dies zwischen 8 Stunden (in den Wintermonaten) und 16 Stunden (in den Sommermonaten). Um ihre Hingabe und Anbetung zu verdeutlichen, verzichten gläubige Muslime meist auch auf andere Dinge des täglichen Lebens, darunter beispielsweise sexuelle Aktivitäten.

Ein weiterer Brauch ist das Spenden. Ein Moslem sollte fünf Prozent seiner Ersparnisse an die Armen geben - das nennt man Zakāt. Darüber hinaus sind Sonderspenden, die Sadaqah, erwünscht.

Warum soll man im Ramadan fasten?

Während des Ramadan wird die Zeit des Glaubens zelebriert und die Seele soll von Verunreinigungen befreit werden. Das Fasten symbolisiert dabei sowohl Hingabe und Opferbereitschaft, die Abwendung von weltlichen Werten wie Besitztümern sowie Selbstkontrolle.

Wann müssen Muslime nicht fasten?

Vom Fasten ausgenommen sind beispielsweise ältere Menschen, Kranke und schwangere Frauen, weil der Gläubige "geistig und körperlich gesund" sein soll, um fasten zu können. Es gilt aber die Regel, dass Fastentage nachgeholt werden müssen.

Essverbot für Andersgläubige während des Ramadan?

Suhoor und Iftar - was darf man im Ramadan essen?

Die morgendliche Mahlzeit vor Sonnenaufgang nennt sich Suhoor und findet vor dem ersten Morgengebet statt. Meistens werden Reis oder Früchte gegessen.

Die zweite Mahlzeit am Abend beginnen Muslime vor dem vierten Gebet des Tages mit Datteln. Nach dem Gebet werden beim Iftar Fleisch- oder Reisgerichte sowie kalorienreiche Desserts serviert.

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Wann ist Sonnenuntergang?

Das ist je nach Region sehr unterschiedlich - und kann durchaus problematisch werden. Muslime, die in Skandinavien leben, haben, fällt der Ramadan auf die Sommermonate, nur rund drei Stunden ohne Sonne. Und nur in dieser Zeit dürfen sie essen, trinken und beten. In noch nördlicheren Gebieten mit Mitternachtssonne ist das Problem noch weitaus größer.

Lösungen dafür sind beispielsweise, sich zeitlich nach der nächstgrößeren Stadt oder gleich nach Mekka zu richten. Oder man ersetzt die Fastenzeit sogar durch ein Mehr an Spenden. Dafür gibt es sogar Richtlinien - zwischen sieben bis zehn Euro sollten Muslime pro Tag veranschlagen.

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