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Acht Monate Dauer-Erektion - Mann verklagt Arzt nach Einsatz von Penis-Implantat

Der LKW-Fahrer Daniel Metzgar hatte sich im Jahr 2009 einer Operation unterzogen, bei der ihm ein Penis-Implantat eingesetzt worden war. Das Ergebnis war aber alles andere als zufriedenstellend: Eine Dauer-Erektion quälte den 44-Jährigen für ganze acht Monate und sein Hodensack schwoll auf die Größe eines Volleyballs an. Nun klagt der Amerikaner gegen die behandelnden Ärzte wegen Operationspfusch.

Daniel Metzgar aus New Jersey hatte sich von dem Chirurgen Dr. Thomas J. Desperito ein dreiteiliges, aufblasbares Penis-Implantat einsetzten lassen. Zu der Operation habe er sich entschlossen, um dem Liebesleben mit seiner Frau wieder mehr Schwung zu verleihen. Das Resultat war jedoch wenig erfreulich, denn die Dauer-Erektion behinderte den Mann enorm und selbst alltägliche Dinge wie Motorrad fahren, enges Tanzen mit seiner Frau oder das Holen der Zeitung waren zu einem ein Problem geworden. Metzgar erklärte vor Gericht, er hätte sich zurückgezogen und zuletzt jegliche soziale Situationen aufgrund seiner konstanten Erektion vermieden.

Die Klage gegen den Urologen Dr. Desperito wurde letzte Woche vom New Castle County Superior Court in Wilmington angehört, so berichtete NBC Philadelphia. Metzgar und seine Frau Donna ersuchen Schadensersatz sowie die Rückerstattung der Kosten für die Entfernung des Implantats. Der behandelnde Arzt lehnt jegliche Verantwortung ab. Seine Anwälte beharren auf der Position, dass schlechte medizinische Ergebnisse gelegentlich auftauchen, ohne dass die direkte Schuld bei den Beteiligten zu suchen sei. Der Lkw-Fahrer hätte erkennen müssen dass etwas nicht stimmte, als sein Hodensack nach der OP im Dezember anschwoll, aber der 44-Jährige hatte bis April das Problem nicht bei dem Arzt vorgetragen. Colleen D. Shields, die Anwältin des Arztes, erklärte vor Gericht, dass ihr Mandant dem Patienten bei der Untersuchung im April 2010 geraten habe die Prothese entfernen zu lassen, nachdem dieser eine Infektion erlitten hatte und darüber klagte, dass die Erektion nicht verschwand. Shields behauptet, dass Metzger, trotz der Warnung, nicht gehandelt habe. Die Prothese wurde erst im August 2010 entfernt, nachdem ein Schlauch des Geräts seinen Hodensack während einer Reise mit der Familie zu den Niagarafällen durchbohrt hatte.

Ein Penis-Implantat ist eine aufblasbare Vorrichtung, die chirurgisch in den Penis eingesetzt wird. Das Implantat besteht aus zwei Zylindern, einem separaten Behälter mit Flüssigkeit und einer mechanischen Pumpe, die unter der Haut der Hoden liegt. Wird die Pumpe zusammengedrückt, drückt sie Flüssigkeit in die Zylinder, bis der Penis steif wird - ein Prozess, der zwischen fünf und zehn Sekunden dauert. Die Erektion bleibt so lange bestehen, bis eine Entleerungs-Taste gedrückt wird. Ein Penis-Implantat dient oft als Lösung für Männer mit schwerer erektiler Dysfunktion, hervorgerufen durch beispielsweise Diabetes, Prostata-Krebs, Peyronie-Krankheit oder altersbedingter Gefäßerkrankungen.

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