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Achtung Hitze: Wenn Wärme die Haut in Alarmstimmung versetzt

Ein heißes Bad, Training im Sportstudio, scharfes Essen: Bei einer Vielzahl von Menschen zeigen sich quälende Hautsymptome nach einer Erhöhung ihrer Körpertemperatur. Sie leiden an einer Cholinergischen Urtikaria, einer bestimmten Form der Nesselsucht, die durch Wärmereize ausgelöst wird.

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Was ist eine Urtikaria?

Urtikaria oder Nesselsucht ist eine weltweit verbreitete Hautkrankheit. Jeder vierte Erwachsene zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr erkrankt nach Schätzungen der Fachleute mindestens einmal im Leben daran. Die Symptome können überaus quälend sein: Auf der Haut bilden sich plötzlich stark juckende Rötungen, kurze Zeit später folgen blassrote bis leuchtendrote Erhebungen. Diese sogenannten Quaddeln können klein sein wie ein Stecknadelkopf oder so groß wie eine Handfläche. Unter den Quaddeln sammelt sich Flüssigkeit – die Haut spannt und brennt mitunter wie Feuer. In der Regel verschwinden die Symptome nach drei bis acht Stunden.

Auslöser Hitze

Die Cholinergische Urtikaria ist eine Unterform der Nesselsucht – betroffen sind vorwiegend jüngere Menschen bis zum 25. Lebensjahr. Ihr Auslöser ist immer das Ansteigen der Körpertemperatur, zum Beispiel durch ein heißes Bad, starkes Schwitzen in der Sauna oder in der Sonne, sportliche Betätigung oder auch Stress und Aufregung. Fast immer setzen die Symptome innerhalb kürzester Zeit nach Erhöhung der Körpertemperatur ein – mit dem Abkühlen des Körpers verschwinden sie meistens wieder.

Oft unerträglich: Der Juckreiz

Vor allem der quälende Juckreiz macht den Betroffenen stark zu schaffen. Auf keinen Fall sollte an den gereizten Stellen gekratzt werden: Kurz gehaltene Fingernägel verhindern eine zusätzliche Verletzung der Haut. In vielen Fällen hilft es, von Urtikaria befallene Bereiche zu kühlen – hier muss allerdings Vorsicht an den Tag gelegt werden, da manche Nesselsucht-Patienten auch an einer Kälte-Urtikaria leiden und die Haut nach einer Kühlung noch stärker reagieren würde. Auch ein Abreiben mit Essigwasser kann Linderung verschaffen.

Mögliche Therapien gegen Nesselsucht

Um eine Cholinergische Urtikaria zu vermeiden, müssen alle möglichen Auslöser gemieden werden. Bei einer akuten Nesselsucht verordnen die Ärzte Antihistaminika, die allerdings nur jedem zweiten Patienten helfen. Sehr vielversprechend nimmt sich eine weitere Behandlungsmöglichkeit aus: Hier injiziert ein Dermatologe in regelmäßigen Abständen den Wirkstoff Omalizumab, der ursprünglich gegen allergisches Asthma entwickelt wurde und bei chronischer spontaner Nesselsucht gut anspricht. Weitere Informationen zur Urtikaria finden sich auch beispielsweise auf hautwende.de.

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