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AIDS: Heilungschanchen und Schulkino-Projekt

Am Wochenende fand der größte deutsche Fachtag zu Aids und Hepatitis in Unterschleißheim statt, wo über neue Ansätze im Umgang mit den Krankheiten diskutiert wurde. Dabei sorgte eine Aussage für viel Wirbel und Hoffnung: "Ich glaube, dass ein realistischer Zeitraum, in dem wir heilen können, fünf Jahre sind. Die Heilungsforschung hat in den letzten zwölf Monaten mehr Fortschritte gemacht als je zuvor," so Hans Jäger, der Münchner Internist und Leiter der 14. Münchner Aids- und Hepatitis-Tage. An einen baldigen Durchbruch in der Entwicklung eines Impfstoffes glaube er hingegen nicht: "Schutzimpfungen haben wir nicht und werden sie auch in den nächsten Jahren nicht bekommen."

Worte, die Aids-Kranke Hoffnung schenken. So diskutierten Experten zum Beispiel auch die Chancen eines neuen Medikaments, welches in Seattle vorgestellt wurde: Mit dem Krebs-Wirkstoff 'Vorinostat' sei es gelungen, an die versteckt infizierten Zellen heranzukommen, in denen das Virus bisher trotz Therapie weiter schlummert. Während mit bisherigen Aids-Medikamenten die Viren in anderen Zellen gut abgetötet werden könnten, überlebten sie bisher in diesen Zellen. Doch dieses Medikament setzt die Viren frei, so dass sie von den bekannten Medikamenten erreicht und vernichtet werden können.

Weltweit leben rund 34 Millionen Menschen, die mit dem Aids-Virus HIV infiziert sind und in Deutschland steigt die Zahl der Infektionen wieder an. Daher muss was getan werden: Die Hugo Tempelman Stiftung hat mit Senator Entertainment ein Kinoprojekt für Schüler gestartet, um über Aids aufzuklären.

Daher werden Kinovorstellungen des südafrikanischen Spielfilms "Geliebtes Leben" mit anschließenden Aids-Expertengesprächen organisiert. Im Film geht es um die zwölfjährige Chanda, deren glückliche Kindheit endet, nachdem ihre jüngere Schwester stirbt. Als ihre Mutter Lilian schwer erkrankt und ihr Stiefvater Jonan verschwindet, hat sie alle Hände voll zu tun. Plötzlich gehen Gerüchte um und die Nachbarn distanzieren sich von Chandas Familie.

Der Film thematisiert also das so wichtige Thema 'Ausgrenzung'. Ausgrenzung der Infizierten, die durch Unwissen und Angst entsteht. Daher ist es so wichtig, die Kinder und Jugendliche aufzuklären, damit sie nicht an AIDS erkranken und damit sie die Erkrankten nicht ausgrenzen.

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