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Allergiker aufgepasst: Arzneimittelbehörde ruft Adrenalin-Autoinjektor Jext zurück

Der Adrenalin-Autoinjektor Jext könnte für Allergiker eine Gefahr darstellen, denn bestimmte Chargen des Injektorpens scheinen fehlerhaft zu sein und funktionieren nicht richtig - das fand der Hersteller nun selbst heraus und startet eine große Rückholaktion: Nutzer dieses Injektionspens werden dringend dazu aufgerufen, zu überprüfen, ob sie einen defekten Pen erwischt haben.

Dabei handelt es sich um folgende Geräte:

Jext 300 Mikrogramm: 0000815814 (verwendbar bis: 01/2015), 0000800191 (01/2015), 0000799410 (01/2015), 0000738773 (12/2014)

Jext 150 Mikrogramm: 0000844768 (verwendbar bis: 02/2015)

Die defekten Geräte würden das Arzneimittel nicht direkt in den Muskel abgeben. So heißt es in einer Pressemitteilung der Gesundheitsbehörde. Sollte jemand eins dieser Injektions-Pens nutzen, so sollte dieser sofort in einer Apotheke abgegeben werden. Die Kosten für den Umtausch trägt der Hersteller, auf den Nutzer kommen keine weiteren Zahlungen zu.

Insgesamt fünf Chargen hat der Hersteller des Adrenalin-Autoinjektors Jext beanstandet. Dazu kommen die Geräte der Unternehmen Eurim Pharm und Pharma Gerke. Diese wurden als Parallelimporte an Allergiker verkauft. Wenn Patienten sich nicht sicher sind, ob sie eins dieser Geräte haben, können sie auch ihren behandelnden Arzt aufsuchen. Dieser findet dann anhand der aufgedruckten Chargenbezeichnung heraus, ob das Gerät funktioniert, oder nicht.

Die Gesundheitsbehörde rät allen Allergikern, die Geräte trotzdem so lange bei sich zu tragen, bis sie ein neues bekommen haben. Dies sei sicherer für die Patienten, heißt es in der Pressemitteilung. Der Hersteller des Injektions-Pens hat außerdem eine Hotline eingerichtet, die ab sofort zu erreichen ist. Unter 040/70 38 45-0 können Allergiker sich informieren und Antworten auf wichtige Fragen erhalten.

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