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Allergiker aufgepasst: Die Beifuß-Ambrosie breitet sich aus

Die Beifuß-Ambrosie ist eine der agrressivsten Pflanzenarten überhaupt. Gegen die aus Südeuropa stammende Ambrosie reagieren Schätzungen zufolge zwischen 12 und 20 Prozent der Deutschen allergisch.

Die auch Aufrechtes Traubenkraut genannte Pflanze ist mit Vogelfutter und Saatgut in den Norden Europas gelangt. Wissenschaftler haben nun Berechnungen darüber angestellt, wie und wo sich das Kraut zukünftig ausbreiten wird.

Als Grundlage für ihre Studien dienten den Forschern der Frankfurter Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) sowie der Goethe-Universität die gegenwärtigen Fundpunkte der Beifuß-Ambrosie nach Angaben des Netzwerk Global Biodiversity Information Facility (GBIF) und Prognosen des Weltklimarates (IPCC) über die Klimaerwärmung.

Die Ergebnisse der Studie besagen, dass sich das Einzugsgebiet der Ambrosie stetig nach Norden und Nordosten verlagert, während sie im Süden verschwinden wird. Die neue Heimat der Pflanze umfasst das Gebiet von Frankreich über die Benelux-Staaten nach Deutschland und von dort über Polen, Tschechien und dem Baltikum bis hin nach Russland.

Die Ambrosia artemisiifolia, so der botanisch korrekte Name, blüht von Juli bis Oktober. Für Pollenallergiker bedeutet dies eine Verlängerung ihres Leidens bis in den Herbst hinein. Symptome sind in etwa die des Heuschnupfens, Reaktionen bei Hautkontakt und die Beifuß-Ambrosie kann überdies Asthma hervorrufen. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund empfiehlt, beim Kauf von Vogelfutter darauf zu achten, dass dieses keine Ambrosia-Samen enthält. Bei der Gartenpflege sollten Ambrosia-Pflanzen samt Wurzel entfernt und im Hausmüll entsorgt werden.

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