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Das Hamam: Was es ist, wie es funktioniert

Das Hamam, die orientalische Variante des Dampfbades, existiert bereist seit dem Mittelalter, als in Jordanien die ersten Hamam eröffnet wurden. Sie waren eine Weiterentwicklung des traditionellen griechisch-römischen Bad. Das Hamam ist in den orientalischen Ländern weit verbreitet, findet aber dank türkischer und arabischer Immigranten auch in Deutschland größere Akzeptanz und Verbreitung.

Öffentliche Hamam sind zumeist nach Geschlechtern getrennt, was dazu führt, dass es unterschiedliche Öffnungstage für Männer und Frauen gibt. Ein Hamam besteht aus einem zumeist kreisrunden Raum, mit einem beheizten Marmor- oder Steinboden. In der Mitte der Fläche befindet sich zumeist ein heißes Becken, um das rund herum Liegeflächen angeordnet sind. Als Lendenschurz bindet man sich ein spezielles, Pestemal genanntes Handtuch um.

Neben dem eigentlichen Dampfbad werden im Hamam viele weitere Behandlungen angeboten, die der Schönheitspflege dienen. Durch die extrem hohe Luftfeuchtigkeit im Hamam, die bis zu 100 Prozent bei einer relativ moderaten Temperatur von 40 bis 50 Grad Celsius betragen kann, öffnen sich die Hautporen. Deshalb schließen sich an das Dampfbad oft Hautpeelings und Massagen an. Am bekanntesten ist die Seifenmassage durch den 'Teflak' genannten Bademeister. Dabei wird die Haut zunächst mit Seife massiert und anschließend mit einem groben Lederhandschuh abgeschrubbt. Dabei werden wie bei einem Peeling alte Hautschüppchen abgelöst.

Neben der Reinigung und dem Schwitzen dient das Hamam auch der Erholung und Entspannung, die sich an das Bad in einem kühleren Raum anschließt. In der arabischen Kultur gibt es eine Reihe von traditionellen Bräuchen, die einen Besuch des Hamam einschließen. In Deutschland sind Hamam vor allem in Großstädten verbreitet, die wenigsten bieten dabei jedoch gemischtgeschlechtliche Badetage im Hamam an.

Bild: Jean-Davd & Anne-Laure/flickr.com

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