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Anti-Baby-Spritze für den Mann hat vorerst keine Zukunft

Wenn es um die Frage Kinder und Verhütung geht, so liegt die Verantwortung seit der Einführung der Pille bei den allermeisten Paaren noch immer in den Händen der Frau - die Anti-Baby-Spritze für den Mann sollte eigentlich genau das beenden, doch der Versuch ist erst einmal gescheitert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beendete nun eine umfangreiche Studie, es traten zu viele Nebenwirkungen auf.

Insgesamt 400 Testpersonen aus acht Ländern nahmen an der Untersuchung teil, doch nun ist klar, die 'Pille für den Mann' wird es in dieser Form nicht auf den Markt schaffen. Zwar funktionierte das Präparat, das den Männern alle acht Wochen injiziert werden musste, bei 90% der Probanden ohne Probleme und erfüllte genau die gewünschte Wirkung, doch 10% klagten über Beschwerden.

So litten die Betroffenen unter anderem über Depressionen, einer merklichen Gewichtszunahme sowie unter Akne. Verantwortlicher Leiter der umfassenden Studie war Professor Michael Zitzmann von der Universität Münster. Eingestellt wurde die Versuchsreihe schon im März, jetzt ging man mit der Meldung in die Öffentlichkeit. 'Die Studie ist gestoppt, weil die Spritze in der jetzigen Zusammensetzung nicht funkioniert', so Zitzmann.

Die Spritze basiert in erster Linie auf dem Hormon Testosteron, dieses bewirkt in den Hoden des Mannes die Einstellung der Samenproduktion - doch die negativen Effekte sind derzeit einfach noch zu groß. 'Wenn bei 10% der Probanden Nebenwirkungen eintreten, dann ist das einfach zu viel', so Zitzmann. Die Frauenwelt wird wohl noch einige Zeit auf die Anti-Baby-Spritze für den Mann warten müssen...

Quelle: Welt.de

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