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Anti-Rauch-Kampagne in Frankreich: Rauchen gleich Missbrauch?

Anti-Rauch-Kampagnen haben oft radikale Züge, müssen sie ja auch, um die Gefahr des Rauchens vor Augen zu führen. Was sich die Franzosen aber jetzt ausgedacht haben, geht dann doch etwas zu weit: In einer Fotokampagne wird assoziiert, dass Rauchen wie erzwungener Oralsex sei.

Die Bilder sind eindeutig: Drei Jugendliche, ein Mädchen und zwei Jungen, knien vor dem Schritt eines Geschäftsmannes. Leicht ängstlich schauen sie nach oben. Der Mann hat seine Hand auf den Kopf des Jugendlichen gelegt, zwingt sie quasi zu dieser unterwürfigen Stellung. Aber anstatt des Penis haben sie eine Zigarette im Mund.

Mit dieser Anti-Rauch-Kampagne sollen die Franzosen nun vom Rauchen abgehalten werden. Die Unterzeile der Kampagne lautet: 'Rauchen bedeutet, sich zum Sklaven des Tabaks zu machen.' Hinter der Idee steckt Association Droits des non-fumeurs, eine Vereinigung zum Schutze der Rechte von Nichtrauchern. Laut Zeit online sei es gewollt, dass die Bilder Unterwerfung symbolisieren.

Die Kampagne löst nun weltweite Empörung aus. Auch die französische Regierung distanziert sich: 'In Zeiten, in denen gegen Kinderpornographie gekämpft wird, muss es andere Wege geben, um Jugendlichen die Abhängigkeit von Zigaretten verständlich zu machen', heißt es aus Regierungskreisen. Die Anti-Rauch-Kampagne in Frankreich schießt eindeutig übers Ziel hinaus und sorgt für weltweiten Wirbel.

Bild: bddp unlimited

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