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Besseres Kirchen-Image dank Papst Franziskus?

Der Seelsorger-Papst Franziskus hat gerade mit einer Reform der Kurie begonnen - wird er der Kirche ein besseres Image verschaffen?

Wer hätte es geahnt, dass ein neuer Papst so schnell mit wichtigen Reformen in der Kirche beginnen würde: Papst Franziskus ist ein Mann der Taten und nicht nur der großen Worte. Damit kommt er bei den Anhängern der Kirche gut an, die schon lange ein Imagewechsel der Kirche herbeigesehnt haben. Der Seelsorger-Papst sprach in der letzten Vergangenheit brisante Themen an, anders als seine Vorgänger.

Papst Franziskus trifft wichtige Entscheidungen

Viele große Entscheidungen sind noch nicht gefallen, allerdings gibt es Tendenzen, die darauf hinweisen, dass Papst Franziskus in seiner Amtszeit einige wichtige Entscheidungen treffen wird, die die Kirche verändern werden.

In einem Interview sprach er von einer "gnädigen und offenen Kirche", die sich über feste Regeln hinwegsetzt, wenn es gefordert wird. Damit sprach er indirekt den Umgang der Kirche mit homosexuellen Gläubigen sowie auch die Stellung der Frau in den kirchlichen Strukturen an.

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist die Reform der Kurie. Darunter fällt der Wechsel des Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, der mit 78 Jahren durch den 58 Jahre alten Pietro Parloin ersetzt wird. Des Weiteren wurde Präfekt der Kleruskongregation Kardinal Mauro Piacenza weggelobt. Dafür kommt Beniamino Stelle auf die Position, der jetzt als Präsident der Päpstlichen Diplomakademie tätig ist.

Weitere Personalentscheidungen unter dem Seelsorger-Papst sollen folgen. Die neuen und die alten Kardinäle werden zusammen die Reform der Kurien ausarbeiten. Doch nicht nur die Personalentscheidungen und die eingeleitete Reform lassen den neuen Papst aus Argentinien als neuen Hoffnungsschimmer der katholischen Kirche erscheinen, es ist seine Weltoffenheit: Die Mauern des Vatikans verlässt er oft, um sich an den Orten des Weltgeschehens zu zeigen. Als Beispiel gilt hier sein Erscheinen auf der Insel Lampedusa, wo er auf das Verbrechen der Menschenrechte an den Flüchtlingen hinweist.

Ein neuer Papst - eine neue Kirche?

Papst Franziskus gilt als unkompliziert und lösungsorientiert - er telefoniert gerne, um Dinge abzuklären und Lösungen zu finden. Neben den erhofften Reformen, die er an den Tag bringt, ist es auch sein einfacher Lebensstil, den viele Gläubige als symphatisch empfinden. Er wohnt in einem einfachen Gästehaus und fährt lieber Fahrrad als Auto. Man darf gespannt sein, für welche positiven Überraschungen der Papst noch zu haben ist.

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