Excite

Masern: Symptome, Behandlung und Impfung

Der Tod eines eines Kleinkindes am vergangenen Mittwoch in Berlin hat eine neue Welle der Besorgnis und Debatten um eine Impfpflicht losgetreten. Grund sind die Masern. Ein 18 Monate alter Junge war seit dem 13. Februar 2015 in der in der Charité in Behandlung und starb fünf Tage später. Laut Obduktionsberichten war eine Maserninfektion die Ursache.

Der Tod des Jungen ist zwar soweit ein Einzelfall, Masernerkrankungen sind es aber nicht. Besonders Berlin erlebt im Moment eine geradezu beispiellose Masern-Welle. 600 Fälle sind bisher offiziell gemeldet worden. Und was viele als harmlose Kinderkrankheit deuten, kann tödliche Konsequenzen haben.

Was aber steckt hinter dem Virus? Was macht eine Infektion so gefährlich? Sollte man sich auch als Erwachsener impfen lasen? Und kann man trotz Impfung an den Masern erkranken?

Lesen Sie im Folgenden die wichtigsten Infos zu den Masern, den Symptomen, den Risiken und zur Impfung.

Fotos: Twitter

Wer ist besonders gefährdet?
95 Prozent der Menschen, die mit den Masern-Viren in Kontakt gekommen sind, erkranken auch daran. Gefährdet sind also potentiell alle Menschen, die nie an den Masern erkrankt waren oder die nicht ausreichend geimpft worden sind.

Die ersten Symptome treten acht bis zehn Tage nach der Infektion auf, die typischen Masern-Flecken nach ca. zwei Wochen.

Was macht die Masern so gefährlich?
Masern bei Erwachsenen sind gefährlicher als bei Kindern und je älter die betroffene Person ist, desto gefährlicher werden sie. Bei einer Masern-Infektion kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen wie einer Lungen- oder Gehirnentzündung kommen.

Was macht die Masern so gefährlich?
Masern bei Erwachsenen sind gefährlicher als bei Kindern und je älter die betroffene Person ist, desto gefährlicher werden sie. Bei einer Masern-Infektion kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen wie einer Lungen- oder Gehirnentzündung kommen.

Symptome:
Fieber, Bindehautentzündung, Schnupfen und Husten können auf eine Infektion hindeuten, sind aber uneindeutige Zeichen. Eindeutiger ist das schon ein Ausschlag am Gaumen und der Mundschleimhaut.

Treten zudem bräunliche oder rosafarbene Flecken auf der Haut am ganzen Körper (beginnend im Gesicht) auf, ist eine Masern-Infektion sehr wahrscheinlich.

Behandlung:
Wenden Sie sich im Falle einer Masern-Erkrankung in jedem Fall an einen Arzt! Rufen Sie Ihren Hausarzt am besten vorher an, weil dieser Ihnen wichtige Informationen dazu geben wird, wann und wo Sie sich hinwenden sollten, damit Sie nicht die halbe Welt anstecken.

Vorbeugung:
Es gibt keine wirksame Vorbeugung, lediglich eine Impfung kann die Masern-Infektion wirksam verhindern.

Vorbeugung:
Es gibt keine wirksame Vorbeugung, lediglich eine Impfung kann die Masern-Infektion wirksam verhindern.

Ist eine Masernerkrankung trotz Impfung möglich?
Ja, wenn man nicht ausreichend geimpft wurde. Lebenslang wirksam ist eine Masernimpfung nur dann, wenn man sie zweimal bekommen hat. Besonders bei den Jahrgänge zischen 1970 und 1991 bestehen Impflücken.

Sollten sich auch Erwachsene impfen lassen?
Das Robert-Koch-Institut empfiehlt die Masernimpfung allen, die nach 1970 geboren wurden, also auch Erwachsenen. Wer also keine Impfung hat, oder in seinem leben nur eine Masernimpfung bekommen hat, sollte dies nachholen.

Für alle Jahrgänge nach 1970 gibt es Impflücken, weil die zweite Impfung, die für einen vollständigen und lebenslangen Schutz vor Masern steht, vor 1991 noch nicht bundesweit empfohlen worden ist.

Ich weiß nicht, ob ich gegen Masern geimpft bin
Wer sich unsicher ist, ob er einen Impfschutz gegen die Masern hat, sollte am besten seinen Hausarzt fragen. Zudem kann man mit einem Bluttest überprüfen, ob ausreichend Impfschutz vorliegt. Allerdings halten viele Mediziner diese Titertestung für zu ungenau. Am besten sei es laut Mediziner, sich neu impfen zu lassen. Und keine Angst, man kann niemanden "überimpfen".

Greift die Masern-Welle auf ganz Deutschland über?
Masern-Ausbrüche sind meistens lokal beschränkt, oft sogar nur auf eine einzige Schule. Dass sich eine Masern-Welle von Berlin auf das Bundesgebiet ausbreiten könnte, ist laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit nicht zu erwarten Dennoch gebe es auch in anderen Regionen derzeit höhere Infektionsraten mit Masern.

Wie viele Todesfälle wegen Masern gibt es weltweit?
Nach den neusten Meldungen der WHO in Genf starben im Jahr 2013 weltweit mindestens 145 700 Personen an der Infektionskrankheit, darunter zumeist Kinder unter fünf Jahren. Um es deutlicher zu machen: Das sind etwa 400 Todesfälle wegen Masern am Tag und rund 16 jede Stunde.

Wo gibt es die meisten Masern-Erkrankten?
So wie bei fast allen, eigentlich vermeidbaren Infektionskrankheiten, trifft das Problem besonders die ärmsten Länder. Fast alle Länder in Afrika, die südlich der Sahara liegen, sind am stärksten betroffen, ebenso Indien und Pakistan.

Wo gibt es die meisten Masern-Erkrankten?
So wie bei fast allen, eigentlich vermeidbaren Infektionskrankheiten, trifft das Problem besonders die ärmsten Länder. Fast alle Länder in Afrika, die südlich der Sahara liegen, sind am stärksten betroffen, ebenso Indien und Pakistan.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017