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Brechelbad – die schonende Art der Sauna

Die Sauna ist keine rein finnische Erfindung. In den Alpenländern hat man als Pendant dazu das Brechelbad erfunden. Das Brechelbad ist eine Form der Sauna, die besonders für Leute geeignet ist, welche die normale Hitze in der Sauna nur schlecht vertragen.

Seinen Ursprung hat das Brechelbad wohl in Tirol. Beim zu den Trockensaunen gehörende Brechelbad werden bei einer Temperatur von circa 60 Grad frische Kräuter 'gebrochen'. Dabei setzen diese ätherische Öle und andere Essenzen frei, die angenehm wohltuend auf die Atemwege wirken. Das Brechelbad ist eine sehr ursprüngliche Form des Saunieren, das sich viel von seinem urig-alpinen Charakter bewahrt hat.

Ein Brechelbad ist zumeist mit Holzbänken eingerichtet. Der von beheizte Boden des Brechelbad wird mit Tannenzweigen ausgelegt. Die Zweige sorgen nicht nur für eine Befeuchtung der Luft, sie wirken beim Gehen auch als wohltuende Massage der Fußreflexzonen. Die 'gebrochenen' Kräuter werden in den Badeofen gegeben, der zur Bedampfung der Sauna notwendig ist. Ursprünglich kamen für das Brechelbad vor allem Flachs und Hanf zum Einsatz.

In Saunen nach dem Brechelbad-Prinzip hängt von der Decke der sogenannte 'Tschurtschenkorb' von der Decke. Darin befinden sich frisch geschlagene Zweigen von Nadelhölzern oder Tannenzapfen, die in der Hitze des Brechelbad ihre wertvollen ätherischen Öle frei geben, und so das Wohlbefinden im Brechelbad verstärken.

Aufgrund der niedrigen Temperatur von ungefähr 60 Grad Celsius eignet sich das Brechelbad vor allem für Menschen, welche die normalen Siedetemperaturen von 90 oder mehr Grad nur schlecht vertragen können. Das deshalb gerade bei älteren Leuten beliebte Brechelbad erfreut sich aber auch bei vielen jüngeren Leuten großer Beliebtheit, da es als idealer Einstieg ins Saunieren gilt.

Bild: www.erlebniswelt-chiemgau.de

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