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Burn-out-Syndrom - Wenn einem die Arbeit über den Kopf wächst

Das Burn-out-Syndrom ist in aller Munde, doch die wenigsten kennen die wirklichen Hintergründe dieses körperlichen Zustands. Die bekannteste Erscheinung des Burn-out-Syndroms ist die chronische Erschöpfung, die einhergeht mit emotionalen Problemen. Beides belastet die Betroffenen und schränkt sie stark in ihrer Leistungsfähigkeit ein.

Dabei sind es vor allen Dingen diejenigen, die sehr idealistisch bei ihrer Arbeit vorgehen und sich anfangs noch für ihren Job begeistern können. Das sorgt allerdings dafür, dass sich diejenigen so sehr in die Arbeit reinhängen, dass sie sich keine Pause gönnen. Das erwarten diese Personen zumeist auch von den Kollegen und stoßen dabei häufig auf Unverständnis, so dass auch das Arbeitsklima getrübt wird.

Die anfängliche Lust am Arbeiten weicht einer Lustlosigkeit im Job und dem Desinteresse an den Mitmenschen. Die betroffenen Menschen entziehen sich Situationen, in denen sie mit anderen kommunizieren müssen, aber nicht nur im Beruf, sondern auch im Privatleben. Die Meisten haben da schon das Gefühl, dass sie nicht wertgeschätzt werden und neigen zu Depressionen.

Der Rückgriff auf Drogen, Medikamenten und Alkohol ist dabei keine Seltenheit. Desorganisation herrscht am Arbeitsplatz. Komplexe Aufgaben und Entscheidungen können die Betroffenen ohne weiteres nicht mehr selbst lösen oder treffen. Sowohl im Berufs- wie im Privatleben brechen die Kontakte ab und die Betroffenen vereinsamen. In der letzten Phase des Burn-outs sind die Erkrankten verzweifelt und wissen zumeist keinen Ausweg aus der Situation.

Während in den Anfangsphasen noch einfache Veränderungen eine heilende Wirkung haben können, braucht man zu der Endphase hin professionelle Hilfe. Wenn der Wechsel des Arbeitsplatzes oder einige Tage der Erholung nicht weiterhelfen, sollte man mit einem Psychiater sprechen und im Privatleben Hobbies nachgehen, die für einen Ausgleich sorgen.

Man sollte auch den Arbeitgeber mit dem Befund konfrontieren und gemeinsam nach einer Möglichkeit suchen, die Arbeit angenehmer zu gestalten. Das könnte sowohl die Teilung von Verantwortlichkeiten, aber auch simple Kommunikation über gefällte Entscheidungen im Team sein. Diese Dinge können auch bei einem sich anbahnenden Burn-out vorbeugend wirken. Wer also einen Burn-out hat, muss sich nur trauen rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, indem er nach Hilfe fragt.

Bild: Jacob Bøtter (Flickr), stuartpilbrow (Flickr)

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