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Chanukka und Weihnachten - Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Zum ersten Mal seit 1976 fällt im Jahr 2015 das christliche Weihnachtsfest und das jüdische Chanukka mal wieder auf den gleichen Tag. Warum das nicht jedes Jahr passiert, ist ein zentraler Unterschied zwischen den beiden kirchlichen Festen. Wir führen hier jetzt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Chanukka und Weihnachten auf.

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Gleichter Termin ist Zufall

Weihnachten und der heilige Abend haben immer den gleichen Termin. Der 24. bis zum 26. Dezember steht Jahr für Jahr fest im Kalender verankert. Der Termin für Chanukka richtet sich dagegen alljährlich nach dem Mondkalender. Und der Tag des Sonnentages fällt deswegen jedes Jahr au einen anderen Tag. Im Jahr 2014 will es der Zufall, dass Weihnachten und Chanukka parallel stattfinden. Die Regel ist das allerdings nicht.

Traditionen von Chanukka

Das Fest Chanukka dauert acht Tage lang. Der achtarmige Leuchter ist ein zentrales Symbol des jüdischen Festes. An jedem Tag wird eine Kerze auf dem Leuchter angezündet, in der Mitte brennt eine neunte permanent. Sie dient quasi als Feuerzeug und alle anderen werden mit ihr angezündet. Das erinnert ein wenig an den weihnachtlichen Adventskranz. Allerdings ist die jüdische Tradition eine viel längere. Schon vor 1500 Jahren stand diese Tradition im Talmud. Im Christentum hat sich die Symbolik des Kerzenkranzes erst im 19. Jahrhundert eingebürgert.

Abgrenzung von Chanukka und Weihnachten

Viele Juden feiern Weihnachten und Chanukka, allerdings betonen sie deutlich, dass es sich dabei um zwei verschiedene Feste handelt. Bei Weihnachen geht es um die Geburt Jesus Christus. An Chanukka wird an den Aufstand der jüdischen Makkabäer gegen die griechische Herrschaft und die Wiedereinweihung des geschändeten Jerusalemer Tempels im Jahr 165 vor Christus erinnert. Dieses Fest ist also viel älter als das Weihnachtsfest.

Weitere Unterschiede

Ein zentrales Symbol an Weihnachten ist der Baum. Allerdings ist diese Tradition auch noch nicht sonderlich alt, erst im 19. Jahrhundert kam sie nach Deutschland. Entstanden ist sie etwa 100 Jahre vorher im französischen Elsaß und mit dem Aufbau der Eisenbahn bekamen immer mehr Menschen in Europa davon mit. Bei Chanukka gibt es keinen Baum. Der Leuchter ist das zentrale Symbol und die Lichter werden in einer bestimmten Reihenfolge Tag für Tag angezündet.

Geschenke und Feiern

Sowohl Weihnachten als auch Chanukka verstehen sich als Familienfeste. Im jüdischen Glauben versammeln sich an allen acht Tagen die Familienmitglieder und feiern ausgelassene Feste. Kinder bekommen Geschenke und Süßigkeiten. Außerdem erhalten sie Münzen und werden dazu ermutigt, sie an wohlständige Zwecke zu verschenken. Auch an Weihnachten versammelt sich die Familie, man beschenkt sich gegenseitig und feiert. Allerdings ist das christliche Fest nach drei Tagen schon wieder vorbei.

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