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Cortison: Was sind die Nebenwirkungen des Medikaments?

Das Arzneimittel Cortison kommt bei entzündlichen Erkrankungen zum Einsatz und ist sehr effektiv bei Rheuma oder Neurodermatis. Es handelt sich dabei um ein lebenswichtiges Hormon, das der Körper selbst in einer Nebennierenrinde bildet. Ausgeschüttet wird es bei Stress und stellt dem Körper so genügend Energie zur Verfügung, um die Situation zu bewältigen. Als Medikament hat es aber teils heftige Nebenwirkungen.

    Michael Apel / Twitter

Drei verschiedene Darreichungsformen

In drei verschiedenen Formen gibt es das Arzneimittel: als Tablette, Salbe oder als Injektion. Entzündete Gelenke, Sehnen und Bänder werden häufig mit Cortisonspritzen behandelt. Es kann auch in Schleimbeutel injiziert werden. Da das Cortison bei diesen Behandlungen nur mit den betroffenen Körperstellen in Kontakt kommen, halten sich die Nebenwirkungen in Grenzen, das gleiche gilt bei Behandlung mit Salbe. Anders sieht es dagegen bei Tabletten aus, weil sich das Cortison so auf den gesamten Körper verteilt.

Mögliche Nebenwirkungen bei Injektionen

Patienten, die Cortisonspritzen bekommen haben, klagten etwa teilweise über eine Verstärkung der Schmerzen. Bei Diabetikern könnte sich außerdem der Blutzuckerspiegel erhöhen. Frauen können Zwischenblutungen bekommen, ihr Gesicht errötet oder sie haben Hitzewallungen. Außerdem kam es vereinzelt vor, dass sich bei Injektionen die Einstichstelle entzündet. Dies ist allerdings sehr selten und hängt nicht direkt mit dem Cortison, sondern eher mit bakteriell verschmutzen Nadeln oder verschmutztes Cortison.

Bei längerer Behandlung

Vor allem bei längerer Behandlungen können die Nebenwirkungen heftiger ausfallen. Deswegen sind alle Medikamente mit Cortison verschreibungspflichtig. Es kann zu Übergewicht führen, was eine sehr typische Nebenwirkung ist, oder die Anfälligkeit für Infekte erhöht sich. Der Blutdruck kann sich erhöhen oder es kommt zu Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe. Auch Osteoporose ist eine Nebenwirkung des Cortisons.

Cushing-Syndrom

Die auffälligste Begleiterscheinung des Medikaments ist das sogenannte Cushing-Syndrom. Dabei handelt es sich um ein eigenes Krankheitsbild, das durch erhöhte Cortisonwerte im Blut ausgelöst wird. Dabei bilden sich am Rumpf, im Nacken und im Gesicht Fettpolster, während die Muskulatur eher schwindet. Arme und Beine werden dünner, der Kopf wirkt dagegen durch das vermehrte Fettgewebe größer. Der Volksmund sagt auch Stiernacken dazu. Desweiteren kann es zu Wassereinlagerungen im Körper und Hautproblemen kommen.

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