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Der Welt-AIDS-Tag: Der Aufklärungsbedarf ist noch immer enorm hoch

Weltweit sind etwa 35 Millionen Menschen an HIV erkrankt. Alljährlich steigt die Zahl der Betroffenen auf weitere 2,1 Millionen Menschen an. Noch immer ist es der Regelfall, dass HIV-Erkrankte von der Gesellschaft ausgegrenzt und stigmatisiert werden. Erschwerend kommt hinzu, dass vielen Patienten der Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten verwehrt wird. Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, wird am 1. Dezember der Welt-AIDS-Tag begangen.

Der erste Welt-AIDS-Tag fand in den 1980er Jahren statt

In diesem Jahr hat der Welt-AIDS-Tag bereits zum 27. Mal stattgefunden. Seit dem Jahr 1988 wird dieser Tag begangen, in dessen Rahmen die Solidarität gegenüber von HIV betroffenen Menschen bekannt werden soll. Organisationen, Regierungen und Vereine auf der ganzen Welt veranstalten an diesem Tag Aktionen, die allesamt im Zeichen der HIV- und AIDS-Erkrankung stehen. Ob Spendengalas mit Unterstützung engagierter Prominenterer, Podiumsdiskussionen oder Informationsständen an häufig frequentierten Orten – alle Aktionen zeichnen den Welt-AIDS-Tag aus. Zudem gibt es Projekte wie stark-gegen-aids.de die dauerhaft um Aufklärung bemüht sind.

Der Kampf gegen HIV ist längst nicht gewonnen

Zusätzlich verfolgt der Welt-AIDS- Tag den Zweck, Verantwortlichen aus der Gesellschaft, Politik und Medien in Erinnerung zu rufen, dass der Kampf gegen das HI-Virus noch längst nicht gewonnen ist. Dieser Aspekt ist besonders wichtig, um in allen Regionen der Welt notwendige Medikamente zur Verfügung zu stellen, damit der HI-Virus in Betroffenen nicht ausbricht. Zudem besteht weltweit noch immer ein hoher Aufklärungsbedarf über die Vorbeugung und Behandlung dieser Erkrankung. In Deutschland verfolgen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das Bundesministerium für Gesundheit, die Deutsche AIDS-Stiftung sowie die Deutsche AIDS-Hilfe derzeit wieder eine Kampagne zu diesem Thema. Getreu dem Motto "Positiv zusammen leben" fokussiert sich die aktuelle Kampagne auf persönliche "Gewissensfragen". Diese Kampagne ist mit einem Aufruf zu Solidarität und Toleranz verbunden. Denn mittlerweile wissen die meisten Menschen dieses Landes, dass im Alltag keine größeren Gefahren vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus bestehen. Allerdings vertrauen viele Menschen in Situationen mit erhöhtem Gefahrenpotential nicht dieser Sicherheit, so dass die Kampagne die Frage in den Raum stellt: "Was würdest du tun?"

In Deutschland sind die Zahlen an Neuinfektionen gestiegen

Obwohl die Zahl von AIDS-Neuinfektionen weltweit zurück gehen, besteht kein Grund zum Aufatmen. In Deutschland sind die Zahlen neu infizierter Betroffener in letzter Zeit wieder gestiegen. Allerdings sind die Erkrankungsquoten in Asien und Afrika wesentlich höher. Derzeit gehen Experten davon aus, dass HIV in den nächsten 15 Jahren weitestgehend besiegt werden könnte. Allerdings müssten Staaten hierfür entsprechende finanzielle Mittel für Milliardenprogramme für eine Eindämmung des HI-Virus zur Verfügung stellen.

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