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Die Bedeutung von Weihnachten - was ist das eigentlich?

Weihnachten, was bedeutet das eigentlich? Jedes Jahr wird das Fest gefeiert und für viele bedeutet es nur Geschenke und Gänsebraten. Doch das Weihnachtsfest hat einen viel tieferen, christlichen Grund. Gefeiert wird die Geburt Jesu. Der soll angeblich vor gut 2000 Jahren am 25 Dezember geboren sein. Doch Forscher sind der Meinung, dass Jesus eigentlich im Juli zur Welt kam. Dennoch hat sich die Zeit am Jahresende eingebürgert. Wir erklären hier die Bedeutung von Weihnachten, der Krippe und des Weihnachtsbaumes.

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Datum für Weihnachtsfest bewusst ausgewählt

Erstmals im Jahr 354 tauchte das Datum 25. Dezember als Weihnachtsfest und Geburtsdatum von Jesus in Rom auf. Aber man vermutet, dass man das Fest bewusst auf den Tag der Wintersonnenwende gesetzt hat. Denn dieser Tag war bisher heidnisch besetzt und hat so eine christliche Komponente bekommen. Die Christen deuteten den Tag des "unbesiegten Sonnengottes" dann auf Jesus hin, als "Erlöser des Lichts für die Welt".

Der Name Weihnachten kann umgedeutet werden als geweihte Nacht oder heilige Nacht. Gefeiert wird der Umstand, dass Gott in Gestalt von Jesus auf die Welt kam und das Leiden und die Freuden der Menschen mitzuerleben. Er habe damit der Menschheit wieder Hoffnung schenken wollen. Der Evangelist Lukas schrieb, dass Hirten die Ersten waren, die die Nachricht von der Geburt Jesus überbrachten. Eine Engel habe ihnen verkündet: "Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll. Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren. Er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt."

Die Bedeutung der Krippe

Unter jedem Weihnachtsbaum steht auch eine Krippe. Sie soll die Geburt Jesus in einem Stall in Betlehem veranschaulichen. Die Krippe gilt schon viel länger als der Weihnachtsbaum als Symbol für das Fest. Jedes Land gestaltet seine Krippen allerdings so, als würde Betlehem quasi vor der Haustür liegen. In Japan etwa bringen Samurai anstatt Könige die Geschenke. Und in Afrika sind die Jesuskinder schwarz. Die Eskimo liegen das Baby nicht in eine Krippe, sondern auf einen Schlitten und die Kolumbianer gestalten alles in bunten Farben, wie es in ihrer Kultur üblich ist.

Der Weihnachtsbaum

Im Elsaß war es schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts üblich, eine Tanne festlich zu schmücken. Benutzt wurden damals Äpfel und Süßigkeiten dafür. Allerdings kamen die Kerzen erst um 1730 dazu. Als sich im 19. Jahrhundert langsam der Eisenbahnverkehr aufbaute, wurde der Weihnachtsbaum auch in Deutschland bekannt. Die evangelische Kirche akzeptierte dieses Symbol viel früher, als die katholische Kirche. Dort war man lange der Meinung, dass die Krippe reiche. Die Tanne wurde bewusst gewählt, weil das Grün als Abwehr allen Unheils galt. Gleichzeitig drückt der geschmückte Baum die Hoffnung auf Fruchtbarkeit aus.

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