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Die Gesundheit der Männer lässt in Berlin nach

Das starke Geschlecht schwächelt anscheinend in der Bundeshauptstadt.

Der Gesundheitsreport der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) ergab, dass Männer riskanter leben und im Durchschnitt fünf Jahre eher als die Frauen sterben.

Außerdem haben die Männer in der Bundeshauptstadt drei wesentliche Gesundheitsprobleme: Der Bewegungsmangel, Stress und Alkohol begünstigt die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem verletzen sie sich häufiger, da sie riskanten Freizeitsport betreiben, und sie missachten oft Krankheitsanzeichen und schieben Arztbesuche auf.

Im Jahr 2006 starben 20% mehr Berliner zwischen 40 und 55 Jahren als im übrigen Bundesgebiet. Während im Bund in dieser Altersgruppe alkoholbedingte Lebererkrankungen und Herzinfarkte die häufigsten Todesursachen waren, führten in Berlin vor allem psychische Krankheiten zum Tod. Ferner verstarben dort fünfmal so viele Männer an Bluthochdruck wie in Deutschland insgesamt.

Auch an Depressionen leiden die Berliner öfter als andere Männer in Deutschland. Ihre Krankheitsfehlzeiten wegen depressiver Episoden betrug letztes Jahr 39 Tage, zwölf Tage mehr als im Bundesvergleich. Von einer hohen Dunkelziffer ist auszugehen, weil Männer die Anzeichen nicht wahrnehmen oder verleugnen.

Einer bundesweiten Befragung der Krankenkasse zufolge achten über 50% der Männer auf ihre Gesundheit und ihre Ernährung. Bei der Vorsorge hingegen lassen sie nach. „Wenn es um die Gesundheit geht, leben viele Männer nach dem Motto: Konkurrenz, Karriere, Kollaps,“ so Herbert Mrotzeck von der DAK bei der Vorstellung des Gesundheitsreports. Nur jeder fünfte Mann nimmt alle zwei Jahre regelmäßig an der Gesundheitsuntersuchung „Check-up 35“ teil. Dagegen nimmt jede zweite Frau medizinische Präventionen in Anspruch. Nur jeder vierte Mann geht zur jährlichen Krebsvorsorge, bei den Frauen sind es zwei von drei.

Quelle: Focus-Online
Bild: sascha (Flickr)

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