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Diese Hausmittel verbergen alte Irrtümer

Hausmittel-Irrtümer halten sich vor allem dann hartnäckig, wenn das zugrunde liegende Problem ein wenig peinlich oder sehr unangenehm ist. So gibt es beispielsweise sehr viele angebliche Geheimtipps, die gegen Scheidenpilze helfen sollen, meist die Beschwerden aber nur verschlimmern oder zumindest nicht bessern. Egal, was man noch "von früher" kennt: Gute Cremes gibt es in der Apotheke.

Vermeintlich gute Tipps

Die meisten Hausmittel-Irrtümer klingen irgendwie logisch und sind deswegen auch aus solchen Überlegungen heraus entstanden. Wenn sich jemand verbrennt, dann geben viele Leute Fett oder Mehl auf die Wunde - das soll die Hitze raus ziehen oder die Entzündung lindern. Viel eher bildet sich auf der manchmal sogar offenen Haut eine ziemlich fest sitzende Panade, die weder heilsam noch gesund ist und den Heilungsprozess eher stört als befördert. Es ist auch falsch, Eiswürfel auf eine Verbrennung zu legen. Der Gedanke liegt nahe: Die Kälte soll die Verbrennung ausgleichen. Eigentlich reizt man mit der extremen Kälte die Haut aber nur noch mehr und verhindert, dass sie sich entspannt. Richtig ist lauwarmes bis kühles Wasser reichlich über die Verbrennung laufen zu lassen. Sollte die Wunde offen liegen oder großflächig sein, sollte man sofort zum Arzt.

Das gleiche gilt bei Vergiftungen jeder Art: Faustregeln helfen hier nicht weiter. Denn manche Gifte sollte man auf keinen Fall erbrechen - sie gelangen dann noch zusätzlich in den Atemtrakt oder verätzen die Speiseröhre weiter. Andere müssen schnell aus dem Körper. So oder so: Der Giftnotruf hilft, Milch oder andere Hausmittel machen es unter Umständen nur noch schlimmer. Bestenfalls verzögert man durch solche Aktionen die passende Hilfeleistung.

Medizin ist heute weiter

Der wichtigste Grund, wieso sich Hausmittel als Irrtümer herausstellen ist, dass die Medizin heute oft bessere Wege kennt. Deswegen lohnt es sich immer nachzusehen, ob es nicht eine aktuellere Meldung zum Thema gibt. Einer der größten Irrtümer ist, dass natürliche Mittel keine Nebenwirkungen haben und deswegen sowieso gefahrlos eingenommen werden können: Was wirkt, hat auch Nebenwirkungen, egal ob es sich um Medikamente mit kontrollierter Wirkstoffmenge handelt oder um zusammen gerührte Tränke aus der Haushaltsküche.

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