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Dioxin in Eiern: Darum ist es gefährlich

Nachdem nun auf mehreren deutschen Bauernhöfen mit Dioxin versetztes Hühnerfutter entdeckt wurde, geistert das Wort Dioxin nun durch die deutsche Presselandschaft. Experten raten dazu, aufzupassen, aber einen Grund zur Panik gäbe es noch nicht.

Natürlich ist Dioxin giftig, soviel steht fest. Und der Verzehr von dioxin-versetzten Eiern ist der Gesundheit sicherlich nicht förderlich. Aber selbst wenn man ein Ei mit deutlich erhöhtem Dioxin-Wert esse, bestehe laut Experten keine akute Gesundheitsgefahr. Das berichtet nun die Website berlin.de.

Bei Dioxin handelt es sich um chlorierte organische Verbindungen. Hühner in Freilandhaltung nehmen es durch das Aufpicken von Bodenpartikeln auf oder durch verunreinigtes Futter. Der Mensch nimmt Dioxine über fetthaltige Tierprodukte wie Milch, Fleisch oder Fisch auf. Auch Gemüse enthält Dioxine. Der Körper eines Erwachsenen kann diese Dioxine wieder abbauen oder ausscheiden. Lediglich Kinder sollten derzeit nicht zu viele Eier essen. Säuglinge sind besonders gefährdet.

Kommt es zu einer akuten Vergiftung, ist bisher keine medizinische Behandlung bekannt, die schnellen Erfolg verspricht. Da das Dioxin sich im Fett einlagert, nutzt eine Blutwäsche nichts. Die Einnahme von Parrafin-Öl oder medizinischem Alkohol soll angeblich erfolgsversprechend sein, Daten dazu gibt es aber noch keine. Die Verabreichung von Fettersatzstoffen gelten bisher als einzige Therapie. Diese Ersatzstoffe lösen in der Darmpassage einen Teil des Dioxins, das dann ausgeschieden wird. Aber Panik wegen des gefundenen Dioxins in Hühnerfutter ist derzeit nicht angebracht.

Bild: Wikipedia 1, 2

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