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EHEC: Norddeutsches Gemüse unter Verdacht

Das Robert Koch Institut warnt vor dem Verzehr von rohen Tomaten, Gurken und Salat aus Norddeutschland, da sie mit den gefährlichen EHEC-Bakterien kontaminiert sein könnten. Derweil haben Forscher der Universität Münster den genauen Typ des Erregers identifiziert, der aktuell bei vier Erkrankten zum Tode führte.

Bei Befragungen zu den Essgewohnheiten von Erkrankten wurde deutlich, dass diese vermehrt Gemüse aus Norddeutschland gegessen hatten. Dies nahm das Robert Koch Institut zum Anlass, die Warnung herauszugeben. Gleichwohl sei nicht ausgeschlossen, dass die Erreger auch über andere Lebensmittel in die Nahrungskette des Menschen gelangt seien. Nach Informationen von Spiegel-Online schließt der Virologe Alexander Kekule von der Universität Halle nicht aus, dass die Erreger auch vorsätzlich in die Nahrungskette gelangt sein könnten.

Die EHEC-Bakterien entwickeln sich in den Därmen von Tieren und werden mit dem Kot ausgeschieden. Wie der Erreger auf das norddeutsche Gemüse gelangt ist, ist jedoch unklar, da Gemüse nicht mit Gülle gedüngt wird, da dies den Geschmack verändern und Schädlingsbefall begünstigen würde. Die Gemüsebauern in Deutschland rechnen aufgrund der aktuellen Warnung mit massiven Umsatzausfällen, zumal auch das Ausland sich zunehmend über den EHEC-Ausbruch in Deutschland sorgt.

Experten geben sich jedoch zuversichtlich, dass die Epidemie bald eingedämmt sein könnte. Da der EHEC-Typ identifiziert sei und mit norddeutschem Gemüse auch die wahrscheinliche Infektionsquelle, könnte die Infektionsrate bald abklingen. Dazu sei es jedoch notwendig, dass die Bürger vermehrt auf Hygiene achten. Weitere Todesfälle durch die gefährlichen EHEC-Bakterien sind zunächst dennoch keinesfalls ausgeschlossen.

Quelle: stern.de, spiegel.de
Bild: youtube.com

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