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Die eingetragene Lebenspartnerschaft: Noch immer nicht äquivalent zur Ehe

Eine eingetragene Lebenspartnerschaft ist für viele schwule und lesbische Paare der Schritt in eine gemeinsame Zukunft. Doch noch immer wird dieses Papier nicht gleichwertig zur Ehe angesehen und somit homosexuelle Paare diskriminiert. Was genau die eingetragene Lebenspartnerschaft ist, gilt es hier zu klären.

Es ist nun genau zehn Jahre her, dass in den deutschen Standesämtern Platz gemacht wurde für lesbische und schwule Paare. Lange hatten engagierte Gegner von Diskriminierung gekämpft, um hier das neue Lebenspartnerschaftsgesetz durchzusetzen. Heute ist jedoch die Gleichstellung mit heterosexuellen Ehen noch nicht erreicht - unglaublich nach einer so langen Dauer der ersten Bewilligung.

Vor dem 1. August 2001 war es undenkbar, dass gleichgeschlechtliche Paare eine offizielle Partnerschaft eingehen konnten, zunächst war es eine Revolution, dass dies nun möglich war. Immerhin war es vor zehn Jahren ein echter Meilenstein, der gegen den Widerstand der Kirche und der Partei der CDU durchgesetzt werden konnte. Ein Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes bestätigt jedoch, dass mit der Lebenspartnerschaft heute nur die gleichen Pflichten für Eheleute gelten, es jedoch mit den Rechten soweit nicht her ist.

Man will bisher nicht, dass die Familie von heterosexuellen Ehepartnern ihre privilegierte Stellung verliert, so wurde eine Klage 2002 seitens des Bundesverfassungsgerichtes abgewiesen.

Dabei ist es keine Seltenheit mehr, dass auch zwei Frauen oder zwei Männer eine Familie gründen, sie sind darüber hinaus ebenso Steuerzahler wie ihre sexuell anders orientierten Mitmenschen und sollten auch nicht benachteiligt behandelt werden.

Quelle: Tagesschau.de

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