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Entzugssyndrom: Welche Symptome treten nach Absetzung von Rauschmitteln auf?

Das Entzugssyndrom tritt auf, wenn ein Mensch kurze oder lange Zeit ein bestimmtes Rauschmittel und konsumierte und dieses dann absetzt. Dabei kann es zu unterschiedlich schweren Symptomen kommen, es kommt an, welche Substanzen er zu sich nahm. Wir stellen die verschiedenen Symptome des Entzugssyndroms hier vor.

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Alkohol

Wer in eine Alkoholabhängigkeit geraten ist, muss mit schweren Symptomen rechnen. Wird der Alkoholkonusm abrupt oder verlangsamt abgesetzt, so kann es zu Übelkeit, Nervosität oder Schlafstörungen kommen. Auch bleibt der starke Drang, Alkohol zu trinken, vorhanden. Weitere Symptome sind Gereiztheit und Depressionen. In schweren Fällen kommt noch Zittern, grippeähnliche Anfälle, Krampfanfälle oder Halluzinationen hinzu. Die Symptome können teilweise lebensbedrohlich sein.

Mit dem Rauchen aufhören

Auch Raucher können eine starke Abhängigkeit entwickeln, wobei sich dann das Entzugssyndrom heftig zeigt. Wer viele Zigaretten konsumiert, kann schon erste Symptome durch die Nachtruhe und damit mehrstündiges Nichtrauchen zeigen. Der Puls verlangsamt sich, der Blutdruck fällt ab, man wird nervös, reizbar, schlecht gelaunt und mitunter aggressiv oder depressiv. Dazu können bei komplettem Einstellen des Rauchens Symptome wie Ängstlichkeit, verminderte Konzentrationsfähigkeit, Schweißausbrüche oder Schlafstörungen auftreten. Außerdem haben plötzliche Nichtraucher meist mehr Hunger und nehmen zu. Die Symptome sind aber nach einem bis vier Wochen weg, selten dauert dieser Zustand länger als einen Monat.

Marihuana

Beim Genuss von Cannabis zeigte sich in Studien, dass die Symptome unterschiedlich stark sein können. Der eine Teil der kiffenden Bevölkerung zeigt nach Absetzung keine oder nur sehr schwache Symptome wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, vermehrtes Schwitzen oder Magenbeschwerden. Auch Ruhelogigkeit, Angst, Reizbarkeit oder Aggressionen wurden angegeben, allerdings nur während der ersten vier Tage. Andere wiederum zeigen moderatere Symptome wie einen starken Druck, Cannabis rauchen zu wollen. Alles in allem sind die Auswirkungen von Marihuana auf das Entzugssyndrom aber nicht so stark wie bei anderen Rauschmitteln.

Drogen

Je nach schwere der Drogen kann ein kalter Entzug zu massiven Symptomen führen. Meist sind es grippeartige Erscheinungen wie Durchfall, Schwindel, Zittern, kalter Schweiß oder Erbrechen. Dazu kommen Angst, Schlafstörungen, schlechte Laune, depressive Stimmung und das Verlangen nach den Drogen. Patienten klagen dabei über körperliche Schmerzen, wenn es zu einem Entzug kommt.

Arzneimittel

Auch von Medikamenten kann man abhängig sein. Das Entzugssyndrom zeigt sich nach Absetzung durch Symptome wie Schlafstörungen, Albträume, Panikattacken und sogar Sprachstörungen. Vor allem Angstzustände werden aber immer wieder genannt, aber auch Phobien, Depressionen, Aggressionen, Zwangsstörungen oder eine übersteigerte Sinneswahrnehmung.

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