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Erfindung: Orthopädischer Gebetsteppich

Wegen Knieproblemen hat Geschäftsmann Adnan Pirisan einen orthopädischen Gebetsteppich entwickelt. Nachgefragt wird der Gebetsteppich weltweit und Pirisan hat mit seiner Erfindung viel Erfolg.

Der türkisch-stämmige Schleswig-Holsteiner hat den Gebetsteppich einfach an den Stellen gepolstert, an welchen der Körper normalerweise in Kontakt mit dem harten Boden gekommen wäre. In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am letzten Freitag erklärte er: "Muslime beten in der Regel fünf Mal am Tag, das heißt vierzig Mal hinknien, und das ein Leben lang."

Adnan Pirisan kam auf die Idee mit dem orthopädischen Gebetsteppich, weil er selbst unter Knieproblemen litt. Während des Ramadan im Jahr 2009 hatte der Muslim dann den Einfall, seinen Gebetsteppich auszupolstern. An allen Stellen an denen der Körper sonst in Berührung mit dem Fußboden kommt - das sind die Stirn, Knie und Fußoberseite - hat er Schaumstoffe angebracht. Leider waren die Materialien mit denen er zunächst experimentierte, recht schnell wieder platt.

Das letztlich von ihm eingesetzte Polstermaterial ist ein Firmengeheimnis, so Pirisan gegenüber der "FAZ". Seine Erfindung sei so gut, dass seine eigenen Knie dank der Polsterung wieder in Ordnung wären und er sich beim Beten sogar noch mehr hinknie, als er es eigentlich tun müsste.

Der Erfolg gibt ihm Recht: Der ortopädische Gebetsteppich ist gefragt und verkauft sich mittlerweile weltweit jährlich über 3.000 Mal. Das Patent hatte Pirisan 2009 angemeldet und er lässt ihn in drei türkischen Dörfern produzieren. Auf seiner Webseite bietet er neben einer Standardversion für 39,50 Euro, ebenso Gebetsteppiche für Kinder und darüber hinaus eine Luxusversion, speziell für Allergiker, an.

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