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Erkältungszeit: So finden Sie den passenden Arzt

Regen, Wind, Heizungsluft und schniefende Menschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln – da ist die nächste Erkältung vorprogrammiert. Nun sollte der erste Weg mit einer Tasse Tee ins Bett führen – und wenn das nach kurzer Zeit keine Linderung verspricht, muss man wohl oder übel einen Arzt aufsuchen. Doch besonders in der Erkältungszeit sind die meisten Wartezimmer überfüllt, viele Ärzte nehmen überhaupt keine Patienten mehr an. Wie Sie nun trotzdem einen guten Arzt finden, erfahren Sie hier.

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So finden Deutsche ihren Arzt

Auch bei einem einfachen grippalen Infekt haben die Deutschen hohe Anforderungen an die Qualifikation und die Qualität ihres Arztes – das zeigt eine Studie der Techniker Krankenkasse. Wenn also beim Hausarzt kein Termin mehr frei ist, wird nicht einfach der nächstbeste Arzt aufgesucht, sondern oft erst einmal ausgiebig recherchiert. Eine Umfrage hat nun ergeben, dass dabei 56 Prozent der Bundesbürger auf die Empfehlungen und Meinungen von Freunden und Familie vertrauen. Immerhin 42 Prozent suchen im Internet nach dem passenden Arzt, 31 Prozent der Deutschen gehen dabei direkt auf ein Arztbewertungsportal. Branchen-Verzeichnisse im Internet sind nur noch für 19 Prozent der Bundesbürger eine Hilfe, in gedruckter Form sogar nur noch für sieben Prozent. Der Grund hierfür: In einfachen Branchen-Verzeichnissen finden die Patienten keine Bewertungen und können nicht auf die Meinung anderer Patienten vertrauen. Zudem sind die hier eingetragenen Informationen häufig veraltet.

Die Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit

Eines der genutzten Suchportale ist die Seite www.arzt-auskunft.de. Sie bietet Informationen über rund 220.000 niedergelassene Ärzte aller Fachrichtungen. Betrieben wird die Seite von der Stiftung Gesundheit, die bereits 1996 gegründet wurde. Anlass für die Gründung war laut Dr. Peter Müller, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, Patienten die Möglichkeit zu geben, zu erfahren, wie Ärzte sich fortgebildet haben und worauf sie sich spezialisiert haben – "diese Informationen waren bis zum Start der Arzt-Auskunft nicht verfügbar", so Dr. Peter Müller. Angefangen hat die Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit als kostenfreie Telefonhotline, die auch heute noch verfügbar ist (0800 - 739 00 99, montags bis freitags 9 bis 17 Uhr), die meisten Anfragen kommen seit einigen Jahren jedoch über die Internetseite. Hier kann der Patient in der Eingabemaske zum Beispiel nach der Fachrichtung suchen, über 1000 Diagnose- und Therapieschwerpunkte stehen zur Verfügung, aber auch besondere Fertigkeiten des Arztes können definiert werden – von der Geräteausstattung bis zu verschiedenen Sprachkenntnissen.

Daten immer aktuell

Gepflegt wird das Verzeichnis von rund 40 Mitarbeitern, die nicht nur per Telefon die Aktualität der Daten abfragen, sondern zum Beispiel auch in der Tagespresse die Angaben zu den Ärzten überprüfen und Änderungen übernehmen. Übrigens nutzen inzwischen nicht mehr nur Patienten die Arzt-Auskunft – derzeit insgesamt 55 Internetdienste wie Google Maps, die Apotheken-Umschau oder Navigations-Apps verwenden die Daten ebenfalls.

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