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Erster Schweinegrippefall in Deutschland

Laut "Welt Online" hat sich einer der Verdachtsfälle von Schweinegrippe in Deutschland bestätigt. Die mexikanische Regierung hat die dramatisch gestiegene Zahl an Todesfällen inzwischen deutlich nach unten korrigiert, dennoch sind aber zahlreiche weitere Länder betroffen. Die Angst vor einer weltweiten Epidemie ist groß.

Das bayerische Gesundheitsministerium berichtet, dass ein Patient aus dem Raum Regensburg der erste offizielle Fall von Schweingrippe in Deutschland sei. Der Mann war vor etwa einer Woche von einer Mexikoreise zurückgekehrt. Zahlreiche weitere Verdachte warten gerade auf Bestätigung, zwei in Bayern, zwei in den Räumen Donauwörth und Kulmbach, sowie drei in Nordrhein-Westfalen. Bei den Untersuchungen einer Frau in Hamburg geht man bereits davon aus, dass es sich um Schweinegrippe handelt. Heute Mittag landet in München außerdem ein Flugzeug aus Mexiko, dessen 275 Passagiere kurz untersucht und gegebenenfalls in eine Isolierstation gebracht werden.

Die Schweinegrippe ist eine Infektion mit der neuen Variante des Influenzavirus H1N1, der auch schon als einer der Auslöser der Spanischen Grippe von 1918/1920 gilt. Aktuell ist Mexiko das einzige Land, das offiziell Todesopfer verzeichnet. Insgesamt gab es dort 159 Grippetote, allerdings sind nur sieben davon sicher auf die Schweinegrippe zurückzuführen. Ebenfalls seien "nur" 26 Mexikaner mit der Schweinegrippe infiziert. Die knapp 2500 erkrankten Menschen werden untersucht, um andere Grippeviren auszuschließen oder zu ermitteln.

In den USA ist die Rede von 66 Infektionen, die Regierung gab 1,5 Milliarden Dollar zur Bekämpfung einer möglichen Epidemie frei. In Großbritannien wurden zwei Fälle bestätigt, ebenso in Spanien und Israel. In Kanada sind es 13, in Neuseeland 14 Fälle, auch in SÜdkorea gab es einen Verdacht, der sich inzwischen aber nicht bestätigt hat.

Die EU und die USA forderten außerdem eine Umbenennung der Schweinegrippe. Durch den Namen entstehe der Eindruck, dass das Problem irgendetwas mit dem Verzehr von Schweinefleischprodukten besteht. Die Schweinegrippe ist eine Infektion der Atemwege und hat demnach nichts mit Nahrungsmitteln zu tun, man befürchtet, dass die irreführende Bezeichnung Züchtern schaden könnte.

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