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Fastenzeit 2014: Umstellen statt Fasten?

  • David Reber's Hammer Photography / Flickr

Die katholische Kirche predigt während der Fastenzeit weiterhin den bewussten Verzicht auf reiches Essen in der Gemeinde, öffnet sich aber auch gegenüber dem "Opfer" das viele Christen und Nichtchristen in der Fastenzeit bringen. Schon Kindern wird beigebracht, dass auch ein ganz persönlicher Verzicht für die Dauer der 40tägigen Fastenzeit bis Ostern sie darin schulen kann, sich bewusster zu werden. Wer die ursprüngliche Idee des Essen-Fastens und nicht bloß Verzichtens aufgreifen aber etwas modernisieren möchte, kann die Gelegenheit nutzen, verschiedene Ernährungsweisen auszuprobieren.

Dazu zählen nicht z.B. Gluten- oder Lactosefreie Ernährung. Diese Rezepte und fertigen Produkte richten sich einfach an Menschen mit einer Unverträglichkeit (oder Allergie). Man kann sich aber natürlich als Familie entscheiden, während der Fastenzeit ganz bewusst mit einem betroffenen Familienmitglied zu essen und für eine Weile nur entsprechend ihrer Bedürfnisse kochen. Das schafft bei allen mehr Bewusstsein für den täglichen Verzicht und erleichtert vielleicht auch, öfter mal Gerichte zu kochen, die allen schmecken.

Eine Möglichkeit wäre die sogenannte (Alt)Steinzeiternährung oder auch Paläo-Diät. Einige Menschen glauben daran, dass der menschliche Körper die Entwicklungen der letzten zehntausend Jahre gar nicht nachvollzogen hat und besser von "rohen" (raw) Lebensmitteln leben sollte oder einfach auf alles verzichten muss, was nach der Altsteinzeit zum ersten Mal angepflanzt wurde. Bei diesen Diäten wird meist auf Milch und Getreide verzichtet, verarbeitetes Essen und Pflanzen, die in der Steinzeit noch nicht angebaut wurden wie Mais, Oliven und Erdnüsse, sind ebenfalls tabu. Es gibt keinerlei Nachweise für die Wirksamkeit dieser Ernährung und viele Argumente dagegen, aber das Steinzeitessen ist vor allem in Amerika beliebt und unter dem Stichwort "Paleo" finden sich viele Rezepte.

Klassischer wäre ein Versuch, Vegetarisch oder Vegan zu leben und vor allem auf Fleisch zu verzichten. Über die positiven Auswirkungen von nur in Maßen genossenem Fleisch ist man sich einig und der reine Fleischverzicht ist beispielsweise ein einfacher Einstieg in die etwas andere Ernährungsweise.

Bei allen Varianten gilt, dass man seine Gesundheit nicht gefährden und eventuell mit einem Arzt über den geplanten Verzicht sprechen sollte. Nur Wasser und Brot zu essen, wie traditionell üblich, und am Sonntag dann ein großes Mahl einzunehmen, ist in den seltensten Fällen gesund.

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