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Feliz Pascuas - Ostertraditionen in Spanien

Ostern wird in jedem Land ein wenig anders und mit unterschiedlichen Bräuchen gefeiert. Und so geht es auch in Spanien in den unterschiedenen Regionen und Gemeinden zu "Pascua" traditionell festlich zu.

Vor allem die Osterprozessionen spielen in der "semana santa"- der heiligen Woche- in Spanien eine besondere Rolle. In Andalusien wird in dieser Osterwoche jeden Tag mit feierlichen Umzügen durch die Stadt und Darstellungen der Ostergeschichte an das Leiden und die Auferstehung Christi erinnert:

Am Gründonnerstag wird das letzte Abendmahl gefeiert, am Karfreitag des Todes Christi am Kreuz gedacht, am Karsamstag ist Grabesruhe und am Ostersonntag, dem Haupttag des Kirchenfestes, wird die Auferstehung Jesu Christi zelebriert.

Die Straßen von Granada, Sevilla und Cardiz sind erfüllt mit Trommelmusik und religiösen Bittgesängen. Aber auch in Verges, Gerona, findet am Gründonnerstag eine besonders schaurige Ostertradition statt: Männer als Skelette verkleidet tanzen dort ausgelassen durch die Straßen!

Auf Mallorca wird schon an Palmsonntag- Domingo de Ramos- mit einer festlichen Prozession der Einzug Christi in Jerusalem gefeiert. Mit Oliven- und Palmenzweigen schreiten die Menschen, angeführt von den "cofradias", den Bruderschaften mit ihren spitzen, weißen Mützen und Augenschlitzen, durch die Straßen. Vor den Kirchen wird in vielen spanischen Städten zu Ostersonntag dann die Passionsgeschichte nacherzählt.

Die Festzüge, Festivals und Theateraufführungen hatten im Mittelalter den Zweck, den Leidensweg Jesu Christi auch dem einfachen Volk zugänglich zu machen, denn nur wenige Menschen konnten lesen. Mit der Zeit kamen Statuen dazu, die mit Blut und Tränen das Leiden darstellen sollten.

Bei den spanischen Prozessionen werden von den Bruderschaften traditionell an die Kinder Süßigkeiten und Osterleckereien verteilt. Die mit Blumen geschmückten Heiligenfiguren werden am Ende wieder in die Kirchen transportiert. Die Blumen werden an Männer verteilt, die sie an die weiblichen Mitglieder der Familie weitergeben.

Nach den Festzügen findet man sich dann im trauten Familienkreis zu fleischlosen Mahlzeiten wie Gemüseeintopf oder Fisch- und Eiergerichte wieder. Am Ostermontag wird der "Mona de Pascua" gebacken: Er ist ein süßer Hefeteigkringel, der mit geweihten, hart gekochten Ostereiern geschmückt wird - ¡buen provecho - guten Appetit!

Quelle: theology.de, spiegel.de
Bild: fernandO (Flickr)

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