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Die Fischschuppenkrankheit

Die Fischschuppenkrankheit kommt selten vor, doch wen sie befällt, der leidet an einer starken Schuppenbildung am ganzen Körper. Doch nicht nur die körperlichen Schmerzen muss der Erkrankte erleiden sondern auch die psychischen Folgen. Die Schuppen entstellen oft den ganzen Körper des Menschen, so dass dieser in der Öffentlichkeit alle Blicke auf sich zieht. Wer an der Fischschuppenkrankheit leidet, weiß, dass es keine Heilungsaussichten für diese Krankheit gibt.

Ursachen und Symptome

Die Fischschuppenkrankheit, auch Ichthyosis genannt, entwickelt sich nicht erst im Laufe des Lebens eines Menschen. Schon vor der Geburt steht fest, dass das Neugeborene in der Zukunft mehlstaubartige, dicke Schuppen tragen wird. Mehrheitlich stirbt das Kind noch vor der Geburt an der Krankheit.

Für die Verhornung der Haut ist ein Gendefekt zuständig. Wer diesem Defekt besitzt, dem fehlt ein bestimmtes Enzym, dass für ein Gleichgewicht bei der Haut-Neubildung und Abschilferung sorgt. Die toten Hautzellen, die die Haut absondert, sind größer als bei gesunden Menschen. So entsteht die krokodilartige Haut der Fischschuppenkrankheit.

In Bezug auf die Behandlung gibt es keine Heilungschancen. Aber man kann die Symptome verringern. Allerdings bedeutet das einen großen Aufwand, besonders wenn der Mensch sehr stark an einer Ichthyosis leidet. Ständiges Eincremen, Öl-Bäder, Peelings und Medikamente gegen Infektionen gehören zum Alltag.

Besonders die starke Körperpflege mit Ölen und Lotionen ist dringend notwendig, wenn man an der Fischschuppenkrankheit leidet. Durch die Verhornung der Haut schmerzt die Hautoberfläche, ist rissig und entzündet sich schnell.

Zudem leiden Menschen mit starker Ichthyosis oft auch an Atemnot: Die Haut kann auf Grund der Schuppen weniger atmen. Körperliche Anstrengungen sind somit für stark Erkankte leider ein Tabu. In Deutschland gibt es um die 300 Menschen, die an der Fischschuppenkrankheit in der extremen Form erkrankt sind.

Formen der Ichthyosis

Es gibt mehrere Formen der Fischschuppenkrankheit, die nicht alle so extrem ausfallen müssen. Auch starke trockene Haut, die sich an manchen Körperstellen bildet, kann ein Symptom für eine leichte Ichthyosis sein.

Ein Hautarzt kann mit einigen Tests sehr einfach feststellen, ob es sich um eine Form der Fischschuppenkrankheit handelt und ggf. Medikamente verschreiben.

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