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Fitness-Studio: So kommen Sie aus dem Vertrag heraus

Kennen Sie diese Situation? Mit großem Enthusiasmus haben Sie sich bei einem Fitness-Studio angemeldet und sind sich sicher, dass nun endlich die Figur in Form gebracht oder perfektioniert wird oder zumindest ein paar Pfunde verloren gehen sollen. Doch schon nach kurzer Zeit ist die Motivation verflogen oder es fehlt die Zeit für regelmäßiges Training. Aber der Vertrag läuft weiter und man zahlt Monatsbeiträge für nichts.

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Lustlosigkeit ist kein Kündigungsgrund

Vertrage mit Studios laufen entweder über ein Jahr oder über zwei Jahre. Wenn man das einfach so laufen lässt, dann zahlt man eine Menge Geld, ohne etwas davon zu haben. Aber eins ist klar: "Ich habe keine Lust mehr", lässt kein Fitness-Studio als Grund für eine Vertragskündigung zu. Wenn dies der einzige Grund ist, dann müssen Sie in den sauren Apfel beißen und zahlen oder das Angebot dennoch nutzen. Schaden täte ein wenig Sport jedenfalls nicht.

Rechtliche Kniffe

Anwälte haben sich schon oft mit Verträgen von Fitness-Studios und deren Gültigkeit beschäftigt. Dabei kam heraus, dass es durchaus zulässig ist, eine Laufzeit von 24 Monaten anzuberaumen. Doch diese darf nur für freiwillige Benutzung der Geräte gelten. Verträge über die Teilnahmen an Kursen dürfen nicht so lange laufen. Doch bei der Kündigungsfrist scheiden sich die Geister. Während Studios eine Kündigung erst nach Ablauf des Vertrages zulassen, sind Juristen der Meinung, dass es einige Gründe gibt, den Vertrag auch kurzfristig aufzulösen.

Gründe für eine Vertragsauflösung

Sollte der Vertragsnehmer aus einem bestimmten Grund gesundheitlich nicht mehr in der Lage sein, im Studio trainieren zu können, so muss der Vertrag aufgekündigt werden. Dem kranken Menschen darf dann auch eine Frist gesetzt werden, bis wann die Kündigung erfolgt sein muss. Lediglich ein Attest darf das Fitness-Studio verlangen. Grundsätzlich gilt aber, dass jeder, der gesundheitlich nicht trainieren kann oder darf, aus dem Vertrag entlassen werden muss. Das gilt auch für Schwangere. Für diese wird dann die monatliche Zahlung in der Zeit der Schwangerschaft ausgesetzt, danach läuft der Vertrag wie gewohnt weiter.

Weitere Gründe

Wenn man umzieht, muss der Vertrag ebenfalls kurzfristig aufgelöst werden. Allerdings gilt dies nicht, wenn es sich bei dem Studio um eine Kette handelt und in der neuen Stadt ebenfalls die Möglichkeit auf Training besteht. Bei allen anderen Gründen sitzt man als Trainierender eher am kürzeren Hebel. Allerdings erweisen sich Fitness-Studios bei Vertragsproblemen meistens als sehr kulant. Man will seine Kunden ja nicht vergraulen.

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