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Flaschenkinder neigen zu Übergewicht

Die Vorzüge des Stillens von Säuglingen sind inzwischen hinlänglich bekannt. Gegner von Flaschennahrung bekommen durch einen neue Studie der Temple University in Philadelphia neue Argumente. Eine Forschungsgruppe hat dort herausgefunden, dass Kinder mit fünf Jahren zur Fettleibigkeit neigen, wenn die mit zwei Jahren noch mit der Flasche ernährt wurden.

Die Untersuchung der Temple University in Philadelphia, die im 'Journal of Pediatrics' veröffentlicht wurde, analysierte die Daten von 6750 Kindern. Alle Kinder, von denen Daten erhoben wurden, sind 2001 in den USA geboren worden. Etwas mehr als ein Fünftel (22 Prozent) der Kinder, von denen Daten erhoben wurden, wurden im Alter von zwei Jahren noch hauptsächlich mit der Flasche ernährt und bzw. oder bekamen vor dem Schlafen noch ein Fläschchen mit Muttermilchersatz.

Das Ergebnis der Untersuchung ist eindeutig. Fast ein Viertel der Kinder aus dieser Gruppe waren im Durchschnittsalter von 5,5 Jahren übergewichtig. Das Risiko für Kinder, die mit zwei Jahren noch mit der Flasche gefüttert werden, übergewichtig zu werden ist um 30 Prozent höher als bei Kindern, die früher von der Flasche entwöhnt werden. In der Studie konnten die Forscher zudem feststellen, dass dieses Risiko völlig unabhängig vom Geburtsgewicht der Kinder, dem Gewicht ihrer Mutter oder irgendwelchen Stillpraktiken ist.

Die Forscher vermuten, dass Kinder, die zum Beispiel vor dem Schlafengehen noch ein Fläschchen bekommen, daran gewöhnt werden mehr Kalorien als ihrem Bedarf entsprechend zu sich zu nehmen. Sie empfehlen deshalb Kinder mit einem Jahr von der Flasche zu entwöhnen und auf feste Nahrung umzustellen. Einen Zusammenhang zwischen Flaschennahrung und Gewichtszunahme stellten übrigens 2009 auch Forscher der Uni München fest. Sie fanden heraus, dass Kinder, die gestillt werden, langsamer als Flaschenkinder zunehmen.

Bild: Matteo Bagnoli/flickr.com

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