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Frankfurter Buchmesse 2013: Das sind die Trends

Die Frankfurter Buchmesse 2013 ist am gestrigen Mittwoch gestartet: Schwerpunkte in diesem Jahr sind einerseits das Jugend- und Kinderpublikum, andererseits beschäftigt sich die Messe mit den Rechten rund um Bücher, Verlage und eBooks - der Trend zum Selbstverlag, die Möglichkeit, online ein Buch ohne Verlag zu veröffentlichen und es sogar drucken zu lassen, sorgt dafür, dass auch etablierte Verlage neu nachdenken müssen.

Einerseits geht es also um die nachwachsende Konkurrenz auf dem eBook-Markt. Denn anders als bisher ist dieses Feld nicht mehr einfach nur eine Bedrohung für die "analogen" Bücher auf Papier, sondern auch eine Möglichkeit für Einzelpersonen, ihre Bücher zu verkaufen, ohne sich an einen Verlag zu wenden.

Damit gibt es eine neue Welle der Konkurrenz aber gleichzeitig auch eine Chance für Verlage, denn die können sich jetzt als Beschützer des Anspruchs darstellen. Leser könnten immerhin auch in Zukunft die Vorauswahl durch einen Lektor schätzen, statt sich nur auf die Meinung der Masse verlassen zu wollen. Die Veröffentlichung ist dann ja auch schon ein erstes Gütesiegel, das Bücher aus dem Selbstverlag nicht bekommen haben.

Die andere große Baustelle ist der Kinderbuchmarkt: Wie Neil Gaiman einmal über diesen Trend sagte, sein Buch sei in die Zeit gefallen in der es hieß "Oh, Kinderbücher sind das neue Schwarz" - und in diesem Jahr fokussiert die Frankfurter Buchmesse ihre Aufmerksamkeit auf die Jungen unter den Lesern, die als treibende Kraft des Marktes betrachtet werden können. Thematisch muss man sich also auch wieder mehr an Jungen richten und Geschichten veröffentlichen, deren Charaktere und Handlungsstränge nicht so sehr in der "pinken" Welt aufgehoben sind.

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