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Gebärmutterhalskrebs: Gute Gründe für die Krebsfrüherkennung

Jährlich erkranken 6.200 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und noch vor circa 40 Jahren, war es nach den Informationen des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebszentrums die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Das änderte sich mit der Einführung des gesetzlichen Früherkennungsprogramms. Trotzdem nehmen nicht alle Frauen die Möglichkeit wahr, sich vor dieser Gefahr zu schützen. Dabei ist es einfach durch regelmäßige Kontrollen den Krebs in seine Schranken zu weisen, denn Frauen ab 20 Jahren haben Anspruch auf eine einmal im Jahr durchgeführte Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Gynälokogen.

An der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sind die sogenannten humanen Papillomviren beteiligt, mit denen mindestens über die Hälfte aller Menschen in ihrem Leben konfrontiert sind. Allerdings wirkt sich die Infektion nur bei Wenigen mit einem geschwächten Immunsystem aus und damit es zum Krebs kommt, muss die Infektion chronisch werden und über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren hinweg andauern. Diese langsame Entwicklung der Krankheit wirkt sich positiv auf die Behandelbarkeit aus, solange man die Krankheit schon in frühen Stadien erkennt. Seit 2006 gibt es eine die HPV-Impfung, die vor der Infektion mit Papillomviren helfen soll, die sich allerdings an junge Frauen vor dem ersten Geschlechtsverkehr richtet und noch umstritten diskutiert wird.

Die Viren alleine lösen die Krankheit jedoch nicht aus, sondern es sind noch weitere Kofaktoren im Spiel. Neben Rauchen und Passivrauchen ist auch die Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten im Genitalbereich ein zusätzlicher Faktor für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Auch die Schwächung des Immunsystems, ebenso wie jede Schwangerschaft, wahrscheinlich aufgrund von damit verbundenen Gewebeveränderungen, erhöht das Risiko. Die Viren selbst sind sexuell übertragbar, weswegen auch häufiger Geschlechtverkehr ohne Kondom das Risiko erhöht.

Wichtig ist es auch, die Vorboten der Krankheit, also die Symptome der Frühstadien zu erkennen und gezielt den Arzt aufzusuchen, wenn man den Verdacht hat, dass man betroffen sein könnte. Ungewöhnliche Schmerzen im Unterlaib, zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr könnten ein Hinweis sein. Auch vaginaler Ausfluss, ebenso wie Blutungen oder Schmierblutungen, die nicht mit der Menstruation zusammenhängen, können Anzeichen für eine Erkrankung sein. Wer sichergehen möchte, sollte als Frau daher die Möglichkeit zur Früherkennungsuntersuchung nutzen und sich so vor Gebärmutterhalskrebs schützen.

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