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Gedächtnislücken und Vergesslichkeit jenseits der 40

Menschen werden oft schon ab einem Alter jenseits der 40 häufiger mit Gedächtnislücken und schleichender Vergesslichkeit konfrontiert. Meist verbirgt sich dahinter gar keine ernsthafte Erkrankung, sondern ist nur Ausdruck der verminderten und veränderten Aktivität des Gehirns.

In ihrem Buch "Der Dingsda aus Dingenskirchen" ging die Wissenschaftsjournalistin Cathryn Jakobson Ramin genau dieser Frage nach und untersuchte über zwei Jahre das Phänomen der Vergesslichkeit jenseits der 40. Dafür begab sie sich selbst in Computer-Tomographen und Schlaflabore, schluckte Pillen, machte Gedächtnistests und – Übungen und sprach mit Experten und Betroffenen.

Das Fazit ihrer Arbeit: Die Tatsache, dass man ab der Mitte seines Lebens häufiger einmal Dinge vergisst, liegt in erster Linie an der Art und Weise wie unser Gehirn arbeitet. Werden größere Teile des Alltags zur Routine schaltet das Gehirn< mehr und mehr auf automatisches Verarbeiten. Wenn nicht mehr jede Handlung unsere volle Aufmerksamkeit benötigt, schaltet das Gehirn einfach einen Gang zurück.

Dieser Prozess beginnt normalerweise schon ab Mitte 20, zeigt sich aber deutlich eben erst jenseits der 40. Wichtig sei es aber für alle Menschen, stets dafür zu sorgen, dass unser Denkorgan fitt bleibt. Durch seine einzigartige und hochkomplexe neuronale Struktur ist das Gehirn nämlich in der Lage, ein Leben lang neue Verbindungen zu schaffen – dies muss gerade im Alter durch geistige Anregung, körperliche Aktivität und den Kontakt mit anderen Menschen gewährleistet werden – dann sind Vergesslichkeit und Gedächtnislücken kein Thema.

Quelle: Stern.de
Bild: 4_EveR_YounG (Flickr)

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