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Ein Leben mit Gluten Intoleranz

Die Gluten Intoleranz, auch Zöliakie genannt, ist nach heutigem Wissensstand eine erbliche Erkrankung, die chronisch verläuft und leider lebenslang bestehen bleibt. Patienten können die Nährstoffe in den Lebensmittel nicht genügend verdauen und leiden an einer Entzündung der Dünndarmschleichmhaut.

Sie ist zwar schon seit Jahrhunderten bekannt, man macht dennoch Umweltfaktoren, Stress und Alkoholkonsum für ihre Ausweitung verantwortlich.

Symptome der Erkrankung

Die Diagnose der Gluten Intoleranz wird meist schon im Säuglingsalter gestellt. Wenn dem Kleinkind getreidehaltige Beikost zugefüttert wird, kommt es zu Verdauungsstörungen, Erbrechen und Blähbauch. Die betroffenen Kinder leider in der Folge unter Gedeihstörungen. Ausgelöst wird dies durch eine Überempfindlichkeit gegen die Bestandteile von Gluten die im Klebereiweiß von Getreide enthalten sind.

Ab dem 40. Lebensjahr fällt dann eine weitere Häufung von betroffenen Patienten auf. Frauen leiden häufiger an Zöliakie als Männer. Auch Menschen die einen Diabetes mellitus haben, sind häufiger betroffen. Außer an den Störungen des Verdauungstraktes leiden die Patienten unter Übelkeit, Müdigkeit und Schlafstörungen. Sie sind auch als Risikopatien für Krebserkrankungen des Dünndarms anzusehen.

Eine gesicherte Diagnose kann mittels serologischer Tests erfolgen um Antikörper im Blut nachzuweisen. Einen endgültigen Befund erhält man durch eine endoskopische Gewebebiopsie. Dennoch ist die Diagnose nicht leicht zu stellen und oft dauert es lange, bis der Patient genau weiss, woher seine Beschwerden kommen.

Als Behandlung kann bislang nur eine lebenslange glutenfreie Diät empfohlen werden. Zusätzlich sollten aber Mineralstoff und Multivitaminpräperate eingenommen werden um Mangelerscheinigungen zu vermeiden.

Vorsicht bei Fertigproduken ist geboten, da die Zutaten nicht immer klar deklariert sind. Hier kann auf die Produktliste der Deutschen Zöliakiegesellschaft verwiesen werden, die für Betroffene sehr hilfreich ist.

Glutenfreie Lebensmittel

Wer an Gluten Intoleranz leidet muss seinen Speiseplan der Krankheit anpassen. Es gibt aber noch genügend Lebensmittel, die eine abwechslungsreiche Ernährung möglich machen.

Sehr gut verträglich und glutenfrei sind z.B. Kartoffeln, Reis, Obst und Gemüse. Ferner können Sie rotes Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchte auf den Tisch bringen. In Reformhäusern gibt es auch glutenfreies Brot und Nudeln aus Mais, die den Speiseplan ergänzen.

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