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Hoffnung für (ein paar) Schnarcher: Mit dem Zungen-Schrittmacher Schnarchen verhindern

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Schnarchen verhindern mit dem Zungen-Schrittmacher - gibt es jetzt Hoffnung für Schnarcher?

Wenn jemand schnarcht, stört das nicht nur den Partner, der vielleicht jede Nacht keinen Schlaf findet. Auch Schnarcher selbst leiden unter den Folgen, denn die Geräusche stören zwar auch ihren Schlaf, die übrigen Folge der geringen Luftzufuhr sind aber viel fataler: Müdigkeit, Kreislaufschwäche, Kopfschmerzen oder einfach schlechte Träume können den Schlaf vermiesen. Dass eine Therapie also versucht werden sollte, ist in vielen Fällen klar.

Bisherige Therapieversuche gegen das Schnarchen

Es gibt einige Möglichkeiten, Schnarchen zu behandeln, dazu gehören Atemmasken und Kieferschienen. Die sollen jeweils eine bessere Atmung ermöglichen und verhindern so die negativen langfristigen Folgen des Schnarchens: Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall sind wesentlich wahrscheinlicher, wenn jemand schnarcht.

Neue Methode: Zungen-Schrittmacher

Für diejenigen Patienten, die auf diese Therapien nicht reagiert haben oder sie aus irgendwelchen Gründen nicht anwenden können, wurde jetzt eine neue Möglichkeit entwickelt. Auch die ist längst nicht für jeden geeignet sondern hat viele Ausschlusskriterien: Zu große Mandeln ein zu kleiner Kiefer, Lungenkrankheiten, Übergewicht oder Herzschrittmacher. Der Zungenschrittmacher wird in einer OP unter dem Schlüsselbein implantiert und sendet nun ganz kleine elektrische Impulse an die Muskeln der Zunge, wenn es ans Einatmen geht: So wird sie angehoben und die Luft kann tatsächlich zur Lunge gelangen.

Schnarchen wirksam bekämpfen mit der richtigen Ernährung

Gute Studienergebnisse, teure Therapie

An Patienten, die genau diese Bedingungen alle erfüllen, konnten gute Ergebnisse erzielt werden. Ziel der Forscher ist es aber, die Therapiemethode weiter zu entwickeln, sodass auch andere Patienten davon profitieren können. Wann diese neue, kostenintensive (20 000€) Möglichkeit alltäglich umgesetzt werden kann und ob die Krankenkassen die Behandlung dann bezahlen werden, ist noch ungeklärt.

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