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How to: Erste Hilfe bei Verbrennungen

Verbrennungen am Körper können je nach Ausmaß einen lebensgefährlichen Schock auslösen und sollten daher zunächst richtig eingeschätzt und dann behandelt werden. Bei Erwachsenen besteht bei mehr als 15% verbrannter Körperoberfläche (z.B. ein Bein oder der Rumpf) Lebensgefahr. Kinder sind bereits bei mehr als 5% verbrannter Haut lebensbedrohlich verletzt. Abhängig von Alter und Größe entspricht schon eine Seite des Rumpfes bei einem Kind oder Säugling bis zu 18 Prozent der Körperoberfläche.

1. Sollte es zu einem Brandunfall gekommen sein, entfernt man im ersten Schritt die Kleidung, sofern sie nicht mit der verbrannten Haut verschmolzen ist. Das Wichtigste jetzt: Kühlung! Man halte die Wunde mindestens 15 Minuten unter fließendes kaltes Leitungswasser. Neben Schmerzlinderung verhindert man so, dass zusätzliche Hitzeschäden auf dem umliegenden Gewebe entstehen.

2. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen 3 Verbrennungsgraden. Bei Verbrennungsgrad 1 ist nur die oberste Hautschicht betroffen. Das beste Beispiel hierfür ist der Sonnenbrand. Bei dem Verbrennungsgrad 2 (oberflächlich) ist die Haut schmerzhaft gerötet oder geschwollen und bildet wenige Tage nach dem Unfall Blasen (niemals aufstechen!). Bei Verbrennungen 2. Grades (tief) können allerdings auch tiefere Hautschichten zerstört worden sein und es besteht die Möglichkeit, dass sich Narben bilden. Bei Verbrennungen 3. Grades sind in der Regel alle Hautschichten zerstört, Muskeln und Knochen können betroffen sein, die Haut ist verkohlt, weiß oder grau gefärbt.

3. Kleinere Brandwunden sollte man desinfizieren und anschließend mit sterilen Kompressen oder speziellen Verbänden aus der Apotheke verbinden. Ist eine Brandwunde größer als ein 2 Euro Stück, sollte man einen Arzt aufsuchen, um die Verbrennung fachmännisch behandeln und seinen Tetanusschutz überprüfen zu lassen.

Quelle: www.drk.de, www.apotheken-umschau.de
Bild: Staci L. (Flickr)

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