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How to: Wie man sich bei Atemnot verhält

Leidet jemand unter Atemnot, so muss man zunächst die Ursachen herausfinden, um schnell und effektiv dagegen vorgehen zu können.

1. Erstickungsgefahr kann u.a. durch einen Insektenstich im Mund- oder Rachenraum entstehen, durch einen Asthma-Anfall oder einen Fremdkörper in der Luft- oder Speiseröhre. Typische Anzeichen für einen Insektenstich sind Schwellungen von Zunge und Schleimhäuten. Ein Asthma-Anfall und Atemnot durch einen Fremdkörper in der Speise/Luftröhre zeichnen sich meist durch schweres Ein- und Ausatmen mit pfeifenden Geräuschen aus.

2. Im Falle eines Insektenstichs alarmiert man zunächst den Notarzt. Der Betroffene sollte Eiswürfel oder Speiseeis lutschen, um gegen die Schwellung vorzugehen. Kalte Umschläge sollte außerdem von außen auf den Hals gelegt werden. Setzt die Atmung aus, sollte man umgehend mit der Mund-zuMund-Beatmung beginnen.

3. Bei einem Asthmaanfall geht es in erster Linie darum, den Betroffenen zu beruhigen. Man fordert ihn dazu auf, ruhig und langsam zu atmen. Gegebenenfalls sollte ein Asthmaspray angewendet werden, falls es vom Arzt verordnet wurde. Der Betroffene sollte den Oberkörper aufrichten und man sollte ihn enganliegende Kleidung ablegen lassen.

4. Bei einem verschluckten Gegenstand (Münzen, Perlen, Fischgräten etc.) in der Speiseröhre oder einem Fremdkörper (Essen) in der Luftröhre fasst sich der Betroffene in der Regel an die Kehle, hustet und gibt Pfeifgeräusche von sich.
Man sollte den Betroffenen dazu auffordern, den Finger in den Hals zu stecken, um einen Würgreiz zu provozieren. Gelingt dies nicht, schlägt man dem Betroffenen mit der Handfläche bis zu fünf Mal energisch zwischen die Schulterblätter. Dies soll Hustenstöße auslösen, so dass sich der Gegenstand löst.

6. Bleibt der Erfolg aus, - vor allem bei Fremdkörpern in der Luftrühre - kann der Heimlich-Handgriff durchgeführt werden. Allerdings ist dieser nicht ungefährlich, da es zu inneren Verletzungen kommen kann. Außerdem kann ein Fremdkörper, der nur halbwegs die Atemwege behinderte, tiefer rutschen. Dieser Handgriff darf also nie leichtfertig angewendet werden. Sollte auch der Heimlich-Handgriff nicht helfen, sollten erneut die Schläge zwischen den Schulterblättern versucht werden. Außerdem den Notruf betätigen.

7. Umsetzung des Heimlich-Handgriffs:
Der Helfer umklammert das Unfallopfer von hinten, d.h. er umfaßt das Opfer von hinten mit beiden Armen und verschränkt seine Hände vor dem Magen des Betroffenen. Dann drückt der Helfer stoßartig mehrmals mit den verklammerten, zu Fäusten geballten Händen kräftig gegen das Zwerchfell. Das Pressen muss in einer Aufwärstbewegung erfolgen. Durch die Drucksteigerung im Atmungssystem, kann der Fremdkörper nach außen befördert werden.

Quelle: www.drk.de, www.apotheken-umschau.de
Bild: Youtube

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