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Jüdisches Neujahr: So wird Rosch ha-Schana gefeiert

Jüdisches Neujahr 2014 - an Rosch ha-Schana wird der Jahrestag der Weltschöpfung und die Geburt Adams gefeiert - Traditionen rund um das jüdische Neujahrsfest im Jahr 2014, bzw 5775.

Das jüdische Neujahrsfest fällt in den Herbst und liegt meistens im September des gregorianischen Kalenders, der Kalender also, der die Jahreszählung bei der Geburt von Jesus beginnt, dem christlichen Gottessohn. Juden zählen die Jahre schon sehr viel länger und sind zum Beispiel im Jahr 5775 statt 2014. 2014 fällt das jüdische Neujahr, Rosch ha-Schana, auf den 25. September, 2015 dann auf den 14. September. Das liegt daran, dass dieses Fest ähnlich wie Ostern im Christentum nicht auf ein bestimmtes Datum festgelegt ist, sondern auf den 163. Tag nach dem ersten Tag des Pessachfests.

Dauer des Fests

Rosch ha-Schana bezeichnet nicht nur einen einzelnen Tag sondern ein Fest, das zwei Tage dauert. Es beginnt am Tagesende des 29. Tags des jüdischen Monats Elul, ähnlich wie der Sabbat immer am Vorabend des Samstags beginnt. Aber nicht in allen Glaubensrichtungen werden beide Tage gefeiert.

Glaubensvorstellung

Die Vorstellung ist, dass an diesem Tag tatsächlich Jahrestag der Weltschöpfung ist. Außerdem wird an diesem Tag auch die Geburt Adams gefeiert. Es ist, ganz ähnlich wie Silvester, ein Tag, an dem man das evrgangene Jahr rekapitulieren soll und Gebete für eine gute Zukunft spricht. Zur Feier des Tags gehören auch besondere Vorbereitungen wie spezielle Kleidung, spezielle Mahlzeiten, das Haareschneiden und eben die geistige Vorbereitung auf ein neues Jahr. Dazu gehört oft auch, dass die Gräber von verstorbenen Verwandten besucht werden und man sich ihrer erinnert.

Bräuche

Es gibt viele spezielle Grußformen, die meistens grob als "Gutes neues Jahr" übersetzt werden können – sehr grob allerdings.

Ein spezielles Horn wird geblasen, die Shofar, die man oben im Bild sieht. Die Tonabfolge während der Gebete ist genau festgelegt und über die Zeit ergeben sich genau 100 Laute.

Zu den Bräuchen gehören vor allem besondere Speisen. Das sind Honigkuchen, Weintrauben und andere Süßspeisen. Je nachdem, welche Speisen gegessen werden, können dazu spezielle Segenssprüche rezitiert werden, die oft den Wunsch nach Wohlergehen, Gottes Willen und Freiheit ausdrücken.

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