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Kaffee schützt vor Alzheimer

Nach neuesten Erkenntnissen gibt es erste Belege für die positive Wirkung, die Kaffee auf die Alzheimer-Krankheit hat. Forscher aus dem US-amerikanischen Tampa haben erstmals in Tierversuchen Nachweisen können, dass Koffein den Gedächtnisverlust stoppen kann.

Wie Welt Online berichtet, gab es bereits eine portugiesische Studie, nach der Menschen mit der Alzheimer-Krankheit in den letzten 20 Jahren ihres Lebens weniger Koffein zu sich genommen haben, als Menschen, die nicht erkrankt waren. Bisher gab es jedoch keine wirklich erwiesenen Befunde.

Das Forscherteam aus Tampa hat die Wirkung von Koffein an genetisch veränderten Mäusen getestet. Die Mäuse wurden genetisch so verändert, dass sie Gedächtnisverluste entwickelten, die dem Alzheimer ähneln. Der Testgruppe wurde dann über das Trinkwasser Koffein verabreicht, das in seiner täglichen Menge fünf Tassen Kaffee entsprach.

Das Ergebnis zeigte, dass die erkrankten Mäuse, denen Koffein verabreicht worden war, mit der Zeit eine höhere Gedächtnisleistung aufwiesen, als die unbehandelten Artgenossen. Bei gesunden Mäusen allerdings führte das Koffein zu keiner erhöhten Leistung. Die Wissenschaftler gehen, davon aus, dass das Koffein die Konzentration eines Proteins verringert, das für die Entstehung von Alzheimer verantwortlich ist,

Nun will das Forschungsteam versuchen, die Ergebnisse auch auf Menschen zu übertragen. Sollte sich das Ergebnis übertragen lassen, gäbe es die erste Basis dafür, ein Medikament zu entwickeln, das auftretende Alzheimersymptome mit dem Wirkstoff Koffein eindämmt oder rückgängig macht.

Bild: Nate Steiner (Flickr), Michael Carian (Flickr)

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