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Krankenkassenkarte: Neu oder alt?

Bald kommt die neue,elektronische Krankenkassenkarte und jeder Versicherte sollte schnell sein Foto bei der Krankenkasse einreichen, weil wirklich Eile geboten ist – so ungefähr lauten die Nachrichten und auch die Briefe, die man von seiner Krankenkasse in den letzten Monaten bekommen hat.

Denn die alte Krankenversicherungskarte verliert ihre Gültigkeit und wenn man beim Arzt nicht nachweisen kann, dass man versichert ist, dann rechnet der eben nicht mit der Krankenkasse sondern seinem Patienten ab und man bleibt auf der Rechnung sitzen. Das zumindest ist die gruslige Vorstellung, mit der GKV-Spitzenverband die Versicherten antreiben wollte, sich noch vor dem Jahreswechsel die neue Gesundheitskarte zu besorgen.

Die elektronische Gesundheitskarte hat nicht nur einen euphemistischeren Namen, sondern enthält auch Namen, Adresse, Geschlecht und vor allem anderen ein Foto des Versicherten. Dadurch soll verhindert werden, dass sich mehrere Personen eine Karte teilen oder versehentlich jemand falsch behandelt wird. Insbesondere um die falsche Behandlung noch unwahrscheinlicher zu machen, sollen später dann eventuell auch weitere Daten über den Patienten auf der Karte gespeichert werden – natürlich nur mit dem Einverständnis des Versicherten.

Gegen die neue Karte kann sich jetzt aber zumindest niemand wehren, wenn auch die Warnungen zum 1. Januar überzogen sind: Die alten Karten verlieren ihre Gültigkeit als Nachweis der Versicherung nicht bis zum Oktober 2014 – auch das sind nur 10 Monate, die schneller vergehen, als man denkt. Trotzdem muss niemand mit einer aktuellen Herbsterkältung in den Fotoautomaten hetzen: Es bleibt noch ein wenig Zeit, bis die Fotos an die Krankenkasse gehen sollten, damit diese eine neue elektronische Gesundheitskarte bedrucken kann.

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