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Krebsrisiko durch Handystrahlung noch immer unbestätigt

Seit Jahren sind die Gefahren durch Handystrahlung ein Thema in Politik und Forschung. Mobilfunkfeinde und Mediziner machten die Fernsprecher teilweise verantwortlich für Kopfschmerzen, Migräne oder Schlafstörungen. Die Gefahr von Hirntumoren durch die elektromagnetische Strahlung wird ebenfalls diskutiert. Eine große Studie entwarnt jetzt zunächst alle Skeptiker, rät aber die Handys weiter mit Vorsicht zu genießen.

Die Studie der deutschen Mobilfunkforschung (DMF) setze die Daten von 54 einzelnen Untersuchungen seit 2002 ins Verhältnis und kam zum Ergebnis, dass derzeit kein erhöhtes Krebsrisiko durch Handystrahlung bestehe. Zur Vorsicht rät man deshalb, weil über Langzeitschäden und vor allem über die Reaktionen sensibler Kinderhirne nicht viel gesagt werden könnte. Aktuell seien die bestimmten Grenzwerte der Strahlung ausreichend, aber über die Wirkung auf Lange Sicht und für Kinder müsse behutsam gewacht werden.

Vom Bundesamt für Strahlenschutz bekommt man daher einen "vorsichtigen Umgang mit drahtlosen Kommunikationstechniken" empfohlen. D.h., auch wenn sich Aussagen über Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Krebsrisiko durch Handystrahlung nicht bestätigten, solle man sein Mobilfunkgeräte nicht öfter nutzen als unbedingt nötig. Zusätzlich forderte der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) ein grundsätzliches Handy-Verbot für Kinder. Nur im Notfall sollten Kinder unter 12 Jahren Handys benutzen, so selten wie möglich sollte man sie am Körper tragen.

Die 17 Millionen Euro teure Studie wurde vom DMF und von den Betreibern der Mobilfunknetze getragen. Nun findet international eine ähnliches Studie der Weltgesundheitsorganisation statt. Überall wird von Forschern zur Vorsicht geraten. Obwohl sich also nie etwas bestätigt hat, scheint der Großteil der Wissenschaftler ein Krebsrisiko durch Handystrahlung nicht ausschließen zu wollen.

Quelle: FOCUS Online
Bild: Photocapy (Flickr)

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