Excite

Ist Lakritz in der Schwangerschaft eine Gefahr?

Während einer Schwangerschaft verändert sich viel. Werdende Mütter versuchen die Lebensumstände so gut es geht an die neue Situation anzupassen. Stress wird vermieden, auf Alkohol und Nikotin verzichtet und der Ernährungsplan wird noch mal überdacht. Oft haben Schwangere besondere Gelüste, lehnen zuvor beliebtes Essen ab und wünschen sich stattdessen für sie gänzlich unübliche Dinge auf dem Speiseplan.

Dass Rohmilchprodukte dem Ungeborenen schaden können, ist mittlerweile weit verbreitet, aber auch andere Lebensmittel bergen durchaus Gefahren.

In der Universität von Helsinki konnten Forscher nun untersuchen, welche Auswirkungen ein hoher Konsum von Lakritz in der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind haben kann. Hierfür wurde eine Gruppe von finnischen Frauen während ihrer Schwangerschaft auf ihren Lakritzkonsum hin untersucht, denn dort ist die Süßigkeit besonders beliebt. Nach acht Jahren wurde mit den Kindern der Frauen ein IQ-Test gemacht. Es wurden die kognitiven Fähigkeiten, der Wortschatz, das Gedächtnis sowie das räumliche Vorstellungsvermögen untersucht. Zusätzlich wurde das im Test gezeigte Verhalten notiert. Das Ergebnis war überraschend: Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft viel Lakritze gegessen hatten, zeigten Verhaltensauffälligkeiten wie z.B. ADHD und konnten im IQ-Test weniger hohe Ergebnisse erzielen.

Wie kam es dazu? Erklärt wird dieses Ergebnis durch einen Inhaltsstoff der Süßholzwurzel, welche in Lakritze enthalten ist. Dieser beeinträchtigt nach Aussagen der Forscher die Plazentafunktion und so können Stresshormone zum ungeborenen Kind gelangen. Diese Hormone sind zuständig dafür, dass die Hirnentwicklung des Babys beeinträchtigt wird. Der Grenzwert, der angegeben wird liegt bei 100g reiner Lakritz pro Woche. Es ist also ratsam die süße Leckerei in Maßen zu genießen und bei Heißunger auf die übliche Schokolade zurück zu greifen.

 

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017