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Low-Carb Diät macht schlechte Laune

Wer gerade am Abnehmen ist und seitdem schlecht gelaunt ist, kann die schlechte Stimmung vielleicht auf die Art der Diät zurückführen. Denn wie Focus Online berichtet, führen Low-Carb Diäten, also Diäten bei denen auf Kohlenhydrate verzichtet wird, zu Unzufriedenheit und schlechter Laune. Herausgefunden haben das Ernährungswissenschaftler der Forschungseinrichtung CSIRO in Adelaide.

Diese hatten 106 Übergewichtige ein Jahr lang abnehmen lassen. Die Forscher teilten die Probanden in zwei Gruppen auf, wobei die erste Gruppe weitestgehend auf Fette verzichtete und die zweite Gruppe weniger Kohlenhydrate zu sich nahm. Die Teilnehmer beider Gruppen nahmen im Durchschnitt über das Jahr hinweg 13,7 Kilo ab.

Doch während die Low-Fat Gruppe entspannter und ausgeglichener war, als vor der Diät, fiel der Gemütszustand der Teilnehmer der Low-Carb Gruppe negativer aus. Statt eines Gefühls der Zufriedenheit über die verlorenen Pfunde, waren die Probanden genauso unglücklich und unzufrieden wie vor der Diät.

Die Wissenschaftler nehmen an, dass es entweder daran liegt, dass ein Ernährungsplan ohne Kohlenhydrate der traditionellen, westlichen Ernährungsweise, die mit Nudeln, Kartoffeln, Brot und Reis sehr kohlenhydratreich ist, widerspricht. Eine weitere Erklärung wäre, dass die erlaubten Fette auf den Serotoninspiegel einwirken, der eine entscheidende Rolle bei psychischen Funktionen im Körper spielt.

Wer also die Wahl hat zwischen einer fettarmen oder kohlenhydratarmen Diät, sollte der eigenen Laune und Zufriedenheit zuliebe, die fettarme Diät vorziehen. Denn warum sollte man eine kohlenhydratarme Diät machen, um sich dann nach dem Abnehmen genauso schlecht zu fühlen, wie vorher.

Bild: Jimee, Jackie, Tom & Asha (Flickr), Paul De Los Reyes (Flickr)

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