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Was ist die Lupus Krankheit?

Die Lupus Krankheit ist eine Autoimmunerkrankung. Autoimmunkrankheit bedeutet, dass die körpereigenen Abwehrmechanismen das gesunde Gewebe angreifen. Diese Abwehr ist in der Regel nötig, um den Menschen vor Infektionen oder Krebs zu schützen.

Es gibt zwei Formen von Lupus, den Hautlupus und den so genannten systemischen Lupus erythematodes, kurz SLE. Erythematodes bedeutet "erröten" und verweist damit auf eines der häufigsten Symptome der Erkrankung. Etwa 71% der betroffenen Menschen weisen Rötungen der Haut auf.

Der Hautlupus äußert sich durch rötlich schuppige Veränderungen an der Haut. Bei ungefähr 5 – 10% kann der Verlauf dieser Erkrankung in einen systemischen Lupus erythematodes münden. Bei dieser Form des Lupus ist allerdings nicht nur die Haut betroffen, sondern es kommt zudem zu chronischen Entzündungen der Gelenke und inneren Organe. Die Erkrankung festzustellen ist nicht einfach, was daran liegt, dass die Betroffenen zum einen unterschiedliche Beschwerden und zum andern sehr individuelle Verläufe aufzeigen. Bei den akuten Erkrankungen ist es etwas einfacher zu diagnostizieren als bei den schleichenden Verläufen.

Etwa zwei Drittel der Patienten zeigen einen schubweisen Verlauf, wobei die Hälfte dieser Menschen zwischen den einzelnen Schüben beschwerdefrei leben kann. Die andere Hälfte muss mit einer Teilremission und den bleibenden Symptomen leben.

Das andere Drittel leidet unter einem langsam voranschreitenden chronischen Verlauf ohne Schübe. Behandelt wird die Erkrankung medikamentös. Unter anderem werden Schmerzmittel und Kortison eingesetzt. Auch Immunsippressiva sollen eine Linderung der Beschwerden erwirken.

Es ist wichtig, die Erkrankung frühzeitig zu diagnostizieren. Je früher eine entsprechende Behandlung eingesetzt werden kann, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Betroffenen eine normale Lebenserwartung haben.

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