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Männer mit Brustkrebs - selten aber es gibt sie

Männer mit Brustkrebs – gibt es diese Erkrankung tatsächlich? Experten meinen, dass der Brustkrebs bei Männern, im Gegensatz zu Frauen sehr selten, aber auch vorkommt. Brustkrebs gilt als typische Frauenerkrankung und ein Tumor wird bei Männern meist spät entdeckt. Spezielle Behandlungstherapien für Männer gibt es nur wenige, da man sich vor allem an den Leitlinien zur Behandlung von Brustkrebs bei Frauen orientiert.

Späte Diagnose verhindert frühzeitige Behandlung

Männliche Brustkrebspatienten stoßen im Rahmen des Informationsaustausches schnell an ihre Grenzen. Während der Brustkrebs bei Frauen seit langem untersucht und therapiert wird, widmen sich Experten erst in letzter Zeit stärker dem Thema Männer und Brustkrebs. Mittlerweile gibt es beim Krebsinformationsdienst KID für betroffene Männer und deren Familien Auskunft über aktuelle Fakten zum Thema Brustkrebs bei Männern.

Eine genaue Zahl von Brustkrebserkrankungen gibt es nicht. Brustkrebs wird als derart seltene Erkrankung bei Männern wahrgenommen, dass auch internationale Experten keine gesicherten Zahlen vorlegen können. Es wird geschätzt, dass sich die Brustkrebsdiagnosen bei männlichen Patienten im Rahmen eines halben und einem Prozent bezogen auf alle diagnostizierten Brustkrebsfälle bewegen. Zumindest werden diese Angaben für die Industrieländer gemacht.

Auf Deutschland hochgerechnet, liegt die Anzahl von Brustkrebsdiagnosen pro Jahr bei 230 bis 500 Fälle. Die Schweizerische Krebsliga nennt für die Schweiz bis zu 35 Betroffene pro Jahr. Einen Unterschied gibt es beim Brustkrebs bei den Geschlechtern. Wenn für Männer die Diagnose Brustkrebs erstellt wird, sind sie durchschnittlich rund zehn Jahre älter als betroffene Frauen.

Das Durchschnittsalter liegt bei Männern um das 70. Lebensjahr. Frauen erkranken im Durchschnitt mit etwas über 62 Jahren. Die Altersdifferenz kann auch eine Folge dessen sein, dass Brustkrebs bei Männern (meist schon fortgeschritten) sehr oft erst spät diagnostiziert wird.

Auslöser der Krebserkrankung nicht genau bekannt

Wie bei allen Krebserkrankungen lässt sich auch beim Brustkrebs kein eindeutiger Auslöser festmachen. Hormonelle Faktoren sollen eine wesentliche Rolle spielen. Verschiebt sich das Gleichgewicht der Hormone Testosteron und Östrogene (männliche und weibliche Geschlechtshormone) im männlichen Körper kann das das Wachsen des Brustgewebes beeinflussen.

Erste Symptome (Knoten in der Brust, verhärtete Lymphknoten) sollten Männer immer ernst nehmen. Müssen Männer aufgrund von Brustkrebs operiert werden, ist eine Brusterhaltung meist nicht möglich. Die Abnahme der Brust gilt als operativer Standard.

So wie Frauen sollten sich Männer regelmäßig zur Krebsvorsorgeuntersuchung begeben. Bei Verdacht auf Brustkrebs sprechen Männer sofort mit ihrem Hausarzt. Der kennt infrage kommende Spezialisten.

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