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Wie entsteht Magenknurren?

Manchmal ist es peinlich, manchmal einfach nur unangenehm und egal in welcher Lautstärke: Es signalisiert uns Hunger. Magenknurren oder Borborygmus kann manchmal laut genug sein, eine ganze Schuklasse zum Lachen oder den Chef zum Stirnrunzeln zu bringen. Abhilfe ist klar: Etwas Essen und zwar am besten schon vorher. Aber wie entsteht überhaupt Magenknurren?

"Lautere Formen des Borborygmus"

Borborygmus, das sind alle Geräusche, die durch Bewegungen des Magendarmtrakts entstehen. Während manche Varianten auf Krankheiten hindeuten können, ist die harmlose und übliche Form die des Magenknurrens: Der Magen knurrt, Mensch weiß: Er hat Hunger.

Das passiert ungefähr zwei Stunden, nachdem der Magenkomplett geleert wurde. Er sendet dann Signale an das Gehirn und das wiederum schickt den Befehl an die Magenmuskeln: Bewegt euch!

In einer ersten Phase passiert dabei noch nicht sehr viel, und der leere Magen bewegt sich etwas, aber nicht sehr.

In der zweiten Phase eines solchen Zyklusses werden dann aber die Anweisungen dringlicher und der Magen kontrahiert schwach. Das heißt, dass sich die Muskeln und damit die Magenwand leicht zusammen ziehen.

In der dritten Phase wird es dann laut: Die Kontraktionen sind so stark, dass sie die im Magen verbliebene Luft zusammenpressen und damit Geräusche verursachen, die "bis nach draußen" zu hören sind: Das ist das Magenknurren.

Dieser Zyklus heißt auch migrierend motorischer Komplex, kurz (und englisch/lateinisch) MMC.

Auf diese Magenbewegungen reagiert der Körper mit der Übersetzung: Hunger!, und man macht sich, oft fast unbewusst daran, nach Nahrung zu suchen. Eine große Rolle spielt hierbei allerdings, ob auch Appetit dazu kommt. Wer Hunger verspürt, aber keine große Lust hat, zu Essen, wird die Phase des Magenknurrens einfach vorbeigehen lassen.

Eigentlich gar nicht im Magen

Trotzdem muss man einhaken: Die Geräusche entstehen effektiv nicht im Magen. Das "Magenknurren" kommt aus einem Teil des Darms, denn hier wird die Luft zusammen mit verbleibenden Speiseresten hin gepresst.

Wer nach Abhilfe sucht, sollte am einfachsten etwas Essen. Wenn das zum Beispiel wegen eines Zahnarztbesuchs nicht möglich ist, kann es helfen, warmes Wasser oder warmen Tee zu trinken. Die Wärme beruhigt den Magen.

Bei einer bevorstehenden Vollnarkose geht allerdings auch das nicht und die beste Hoffnung ist wohl, dass auch dieser aktive Zyklus des Magens vorrübergehen wird.

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