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Wann ist eine Mandel OP bei Kinder notwendig ?

Entzündete und vereiterte Mandeln sind bei Kindern und Jugendlichen recht häufig. Bevor man sich aber zu einer Mandel OP für Kinder entschließen sollte, ist eine genaue Aufklärung und ein informierendes Gespräch über alle mit einer OP verbundenen Risiken mit dem Arzt notwendig. Auch in der heutigen Zeit ist diese OP risikoreich und oftmals zu vermeiden.

Wann muss operiert werden ?

Die Gaumenmandeln stellen einen Schutz gegen Erkrankungen der Bronchien und Lungen dar. Deshalb sollten sie nicht in allen Fällen entfernt werden. Obwohl diese Operation zu den häufigsten im Kindes- und Jugendalter gehört, stellt eine Mandel OP für Kinder ein großes Risiko dar.

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung hat festgestellt, dass in einigen Teilen Deutschlands acht mal häufiger operiert wird. Man sollte den Nutzen gegen die Gefahren sorgfältig abwägen.

Als erstes stellt sich die Frage, wann überhaupt operiert werden sollte. Leidet das Kind unter starken Schmerzen, kommt es oft zu Schulausfällen? Wie oft treten die Infektionen auf ? Ärzte sprechen hier von den sogenannten Paradise-Kriterien. Dies bedeutet mehr als sieben Infektionen pro Jahr oder in zwei aufeinanderfolgenden Jahren pro Jahr 5 Infektionen oder in drei aufeinanderfolgenden Jahren mehr als drei Infektionen. Aber auch diese Anhaltspunkte sind nicht wissenschaftlich fundiert.

Deshalb sollte man leichtere Beschwerden zwar ärztlich beobachten und evtl. mit Antibiotika behandeln. Die Erfahrung zeigt aber, dass sich die Infektionen der oberen Atemwege mit den Jahren von alleine verringern und so eine OP unnötig wird.

Bei Beschwerden wegen vergrößerter Gaumenmandeln ohne Entzündung, z.B. Schnarchen und Luftnot, rät man heute zu einer Teilentfernung der Gaumenmandeln. Mit dem Leser abgeschnitten, verringert sich die Gefahr der gefürchteten Nachblutung.

Risiken und Beschwerden bei einer Mandel OP

Eine Mandel OP bei Kinder wird immer unter Vollnarkose vorgenommen. Diese stellt das erste ernst zu nehmende Risiko dar. Das Kind bleibt 5 Tage zur Beobachtung wegen evtl. Nachblutungen in der Klinik. Aber bis zu 8 Tage kann es noch zu dieser gefürchteten Komplikation kommen.

Viele Ärzte raten bei Kindern bis zu 4 Jahren generell von dem Eingriff ab.

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