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Mausarm – Wie er entsteht und was man dagegen tun kann

Fünf Millionen Deutsche leiden unter dem sogenannten Mausarm, auch bekannt als Sekretärinnenkrankheit. Medizinisch gehört der Mausarm zu den 'Repetitive Strain Injuries', Verletzungen, die durch wiederholte Belastung auftreten können. Mit der Einrichtung eines ergonomischen Arbeitsplatzes und einigen Dehnübungen kann man aber viel zur Vorbeugung leisten.

Knapp 21 Millionen Deutsche arbeiten täglich am Computer, klicken auf ihrer Maus oder tippen auf der Tastatur große Datensätze oder aufwändige Texte ein. Besonders Grafiker und Leute, die viel Textverarbeitung und Dateneingabe machen, sind vom Mausarm betroffen. Inzwischen wird der Mausarm sogar offiziell als Berufskrankheit anerkannt.

Ein Mausarm entsteht dabei nicht plötzlich sondern ist Ergebnis einer Entwicklung. Fünf Jahre, in denen Finger und Unterarme täglich mehrere Stunden lang die gleichen Bewegungen ausüben, bezeichnen Ärzte als kritische Grenze für einen Mausarm. Neben vielen gleichartigen Bewegungen, die mit wenig Kraft ausgeführt werden, spielen auch persönliche Faktoren eine Rolle, ob man an einem Mausarm erkrankt oder nicht.

Erste Anzeichen für einen Mausarm sind Kraftverlust und Mißempfindungen in dem betroffenen Arm. Weitere Symptome können ein Kribbeln in Fingern und Händen sein, steife Gelenke und – vor allem am Morgen – kalte und schmerzende Hände. Ein falsch positionierter Bildschirm und eine untaugliche Maus leisten dem Mausarm ebenfalls Vorschub. Hohe Arbeitsbelastung und Stress können ebenfalls Faktoren sein.

Während man gegen die hohe Arbeitsbelastung oft machtlos ist, kann man zumindest an der Ergonomie des eigenen Arbeitsplatzes arbeiten. Am besten sind senkrecht gearbeitete Mäuse, die einem Joystick ähnlich sind. Als Tastatur verwendet man am besten ein abgewinkeltes Modell, mit Auflageflächen für die Handballen. Zudem sollte man die Zahl der Doppelklicks und deren Geschwindigkeit reduzieren und nach Möglichkeit die Tastaturbelegung nach Dvorak benutzen, die man in den Systemeinstellungen des Betriebssystems ändern kann.

Regelmäßige Pausen während der Arbeit und Dehnübungen für die belasteten Gelenke sind ebenfalls eine gute Vorsorgemaßnahme. Wer zudem seine Gelenke warm hält und viel zwischen Tastatur, Maus und Short-Cuts hin und her wechselt, beugt dem Mausarm ebenfalls vor. Wer erste Symptome eines Mausarm bei sich feststellt, sollte sich in ärztliche Behandlung begeben. Die Behandlung des Mausarm ist langwierig und umfasst in den meisten Fällen eine Kombination aus medikamentöser und physikalischer Therapie.

Bild: ajalil/flickr.com

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