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Mehr Spaß im Krankenbett: Lustige Namen für Krankheiten

Krankheiten sind selten angenehm aber oft Gesprächsthema - traurig, dass sie dabei oft so anstrengende Namen haben und man sich meist mit betroffener Stimme über Magen-Darm-Krankheiten oder Fußpilz unterhalten muss. Wer Wörter wie "Sodbrennen" oder "Gelenkschmerzen" benutzt, klingt einfach bei seinen Beschreibungen immer wie jemand aus der Medikamenten-Werbung. Deswegen sind umgangssprachliche Namen für Krankheiten schönere Möglichkeiten, die eigenen Wehwehchen zum alltäglichen Gesprächsthema zu machen.

Ganz alte Namen

Es gibt auch alte Namen für Krankheiten, die früher scheinbar an der Tagesordnung waren und die heute niemand mehr nutzt: Tuberkulose beispielsweise nimmt man sehr ernst und die Lungenkrankheit wird durch Impfungen und Epidemiologische Maßnahmen kontrolliert. Früher war die Behandlung für die Erkrankten ziemlich gruselig, dafür der Name schöner: Man hatte "Schwindsucht" oder "die Motten". Ebenso hatte die damals so einfach tödliche Krankheit Syphilis schöne, harmlose Namen: "Liebesseuche" zum Beispiel.

Lokaldialekt

Ein bekanntes Kabarett-Programm von Ludger Stratmann heißt "Heute komm ich mal mit mein Bein!" - im Gegensatz zu sonst, wenn das Bein natürlich auch zum Doktor mitgenommen wurde, geht es hierbei nur darum, dass das Bein auch Hauptgesprächsthema der Beratung sein soll. Ebenfalls bekannt sind Aussprüche wie "Ich hab Rücken" - den hat wohl jeder, aber einer Erwähnung wert ist ein Körperteil immer erst dann, wenn es Schmerzen verursacht.

Alte Bezeichner

Eine Zeitlang konnte man bestimmte Krankheiten wie Wetterhochs und -tiefs auch mit Vornamen anreden: Durchfall war ein flotter Otto und statt Mumps hatte man einen Ziegenpeter. Das klang wie Besuch von alten Onkeln und war leicht in Gespräche einzubauen.

Namen mit Geschichte

Manche Namen haben ihre eigene Bedeutung. Statt von Durchfall zu sprechen kann man, wenn Otto nicht ins Gespräch kommen soll, auch einfach "Montezumas Rache" andeuten. Ernsthafter wegen der Erkrankung von einfallenden Eroberern, später aber auch mit Verweis auf Touristen, die in fernen Ländern das Essen nicht vertragen. Eine weitere Erklärung ist weniger jugendfrei: Der durch den sicher von Göttern verpönte Analsex ausgelöste Durchfall bekommt heute manchmal diese Bezeichnung – weswegen man vorsichtig mit umgangssprachlichen Bezeichnern sein sollte.

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